Mainz stoppt stuttgarts titelträume mit spärem ausgleich

2:2 in Mainz – der VfB Stuttgart patzt zum denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Die Schwaben verspielten beim 1. FSV Mainz 05 eine 0:1-Pausenführung und kassierten in der Nachspielzeit den entscheidenden Gegentreffer. Die Meisterschaft rückt in weite Ferne, der Champions-League-Platz wackelt.

Hoeneß-elf schläft in der schlussphase ein

Der Plan war klar: Sieg in Mainz, Druck auf Leverkusen und München ausüben, Selbstvertrauen für das Europa-League-Achtelfinale tanken. Doch genau das Gegenteil passierte. Nach einer soliden ersten Halbzeit mit Chancen für Undav und Mittelstädt schaltete der VfB einen Gang zurück, Mainz drehte auf.

Lee Jae-sung nutzte eine der wenigen Mainzer Standards, um die Gäste zu blamieren. Der Kopfball des Südkoreaners war unhaltbar für Alexander Nübel – 1:0 zur Pause, obwohl Stuttgart spielerisch dominierte. Die Statistik log nicht: 67 Prozent Ballbesitz, aber nur ein Treffer.

Doppelschlag reicht nicht – da costa trifft ins mark

Doppelschlag reicht nicht – da costa trifft ins mark

Alles schien gerettet, als Ermedin Demirovic und Deniz Undav innerhalb von 60 Sekunden trafen. Demirovic verwandelte aus 16 Metern, Undav ließ sich nach Steilpass von Leweling nicht zweimal bitten. 2:1 – auswärtsführung, drei Punkte zum Anfassen.

Mainz steckte nicht auf. Fischer wechselte offensiv, Stuttgart verteidigte plötzisch tief. Danny da Costa nutzte die Unordnung in der VfB-Abwehr, vollendete nach Ecke per Volley. Die MBR-Arena tobte, die Stuttgarter kippten mental um.

Die Tabelle lügt nicht: Stuttgart bleibt zwar Vierter, hat aber nur noch zwei Punkte Vorsprung auf Leipzig. Mainz springt mit 25 Zählern auf Relegationsplatz 16 und nimmt Selbstvertrauen mit nach Olmütz. Die Conference-League-Partie rückt in den Fokus, während der VfB vor dem Duell mit Porto fragt, wie viel Saison noch im Tank ist.