Magnier krönt giro mit historischem hattrick – vingegaard im gesamtklassement unantastbar

Pieve di Soligo – Ein furioser Schlussspurt von Paul Magnier hat dem französischen Sprinter auf der 18. Etappe des Giro d’Italia seinen dritten Etappensieg beschert. Ein historischer Erfolg, der den Giro-Sprint endgültig geprägt hat. Während Magnier die Ziellinie als Erster überquerte, hielt Jonas Vingegaard im Gesamtklassement Kurs auf den Sieg.

Die entscheidung im massensprint

Nach 171 Kilometern voller Anstiege und Abfahrten kam es wie erwartet zu einem packenden Massensprint in Pieve di Soligo. Magnier, der sich im Finale clever positionierte, nutzte den Auftrieb des Feldes und setzte zum entscheidenden Angriff an. Edoardo Zambanini und Jonathan Milan versuchten zwar, dem Franzosen Paroli zu bieten, doch Magnier war in der Endphase einfach zu stark. Der Jubel kannte keine Grenzen, als Magnier seinen dritten Tagessieg bei dieser Giro-Edition feierte – eine Leistung von bemerkenswerter Konstanz und taktischem Geschick.

Doch der Erfolg von Magnier überschattet nicht die dominante Leistung von Jonas Vingegaard. Der Däne, der seinen ersten Giro-Start absolviert, zeigte erneut seine Klasse und fuhr in der Spitzengruppe mit.

Die Zahlen lügen nicht: Mit einem Vorsprung von über vier Minuten auf Felix Gall demonstriert Vingegaard seine Überlegenheit im Gesamtklassement. Die letzten beiden Etappen werden zwar anspruchsvoll, doch es gilt als nahezu ausgeschlossen, dass der Visma-Lease a Bike-Fahrer seine Führung noch abgeben wird.

Was die experten sagen

Was die experten sagen

„Magnier hat heute taktisch alles richtig gemacht“, lobte unser Experte Thomas Preidler im ARD-Sportstudio. „Er hat gewartet, den richtigen Moment abgewartet und dann voll zugeschlagen. Ein verdienter Sieg für einen Sprinter von Weltklasse.“ Preidler betonte auch die Bedeutung von Vingegaard’s Fahrweise: „Vingegaard fährt clever. Er verschwendet keine unnötigen Kräfte und kontrolliert das Rennen von vorne bis hinten.“

Die 19. Etappe am Freitag verspricht ein packendes Finale. Mit sechs gewerteten Anstiegen und dem rauen Passo di Giau wird den Fahrern alles abverlangt. Doch bevor es so weit ist, werden die Fans noch einmal Zeugen eines spannenden Rennens in den Dolomiten.

Magnier’s Triumph markiert nicht nur seinen dritten Etappensieg, sondern sichert ihm auch das begehrte Sprinttrikot. Ein würdiger Abschluss für einen Sprinter, der dieses Giro mit Bravour meistert. Die Fans dürfen sich auf die letzten Rennen freuen.