Madrid stolpert in piräus: playoff-ambitionen gefährdet!
Die Basketballer des Real Madrid haben in Griechenland eine bittere Niederlage gegen den Serienmeister Panathinaikos Athen kassiert – und damit erneut Zweifel an ihren internationalen Ansprüchen aufkommen lassen. Während die Niederlage an sich nicht überraschend war, offenbart sie ein gravierendes Problem: Madrids Auswärtsschwäche könnte die Hoffnungen auf ein vorteilhaftes Los in den Playoffs der EuroLeague zunichtemachen.

Die schattenseiten einer ansonsten soliden saison
Sergio Scariolo, der Coach des weißen Balletts, bemängelte nach dem Spiel die mangelnde Konstanz und das fehlende Quäntchen Glück in entscheidenden Momenten. Fünf Niederlagen in engen Spielen, oft nur durch einen oder zwei Punkte entschieden – die Bilanz ist alarmierend. Doch es ist nicht nur die Pechsträhne, sondern die Häufung von Ausrutscher gegen vermeintlich schwächere Gegner, die die Verantwortlichen in Madrid Kopfzerbrechen bereiten.
Die Liste der verlorenen Schlachten auf fremdem Parkett liest sich wie ein Who's who der europäischen Basketballszene: Bolonia, München, Paris, Dubai, Kaunas, Vitoria – in all diesen Städten ließ Madrid Punkte liegen, die für die Meisterschaft im Titelrennen entscheidend gewesen wären. Die Niederlage in Piräus katapultierte das Team auf den fünften Platz, was bedeutet, dass die direkten Vorteile des Heimrechts in den Playoffs gefährdet sind. Eine statistisch gesehen verheerende Entwicklung.
Die Auswärtstabelle ist erschreckend: Mit lediglich fünf Siegen aus dreizehn Auswärtsspielen weist Madrid das schlechteste Auswärtsbilanz unter den Top 13 der EuroLeague auf – nur Bayern München, Virtus Bologna, Baskonia, Anadolu Efes und ASVEL Villeurbanne sind noch schlechter. Diese Teams sind bereits chancenlos um die Top-Sechs. Die aktuelle Quote von 27,7% ist zudem die schlechteste in der Geschichte der EuroLeague im modernen Double-Round-Robin-Format.
Selbst in den Saisons 2021/22, in denen Maccabi Tel Aviv (3-11) und Anadolu Efes (4-11) aufgrund der Sperre russischer Teams ebenfalls schwächere Auswärtsbilanzen aufwiesen, war die Situation für die Madrilenen noch deutlich besser.
Um sich vor dem Play-in zu bewahren und die Chance auf ein vorteilhaftes Los zu wahren, muss Madrid in den kommenden Duellen gegen Fenerbahce Istanbul und den Roten Stern Belgrad punkten. Ein Ausrutscher könnte die Saison dramatisch verändern und die Titelträume in weite Ferne rücken. Das Team von Scariolo steht vor einer gewaltigen Herausforderung. Die Bilanz gegen Olympiakos Piräus, mit einem Rückstand von zwei Siegen, macht die Situation zusätzlich kompliziert.
Doch es gibt auch Hoffnungsschimmer: Der Tabellenführer Panathinaikos hat noch keinen Titel gewonnen. Und Madrid hat bereits den direkten Vergleich gegen Valencia, Monaco, Hapoel Jerusalem und Barcelona gewonnen – ein kleiner Trost in einer ansonsten frustrierenden Saison.
