Madrid open: tennisfieber und magen-dramen!

Madrid – Ausgerechnet in einem der prestigeträchtigsten Turniere der Saison erlebt die ATP Tour gerade eine echte Zitterpartie. Nicht nur, dass Top-Stars wie Alcaraz und Djokovic kurzfristig absagen mussten, nun räumt eine Magen-Darm-Virus reihenweise Spieler aus dem Turnier. Die Stimmung im Mutua Madrid Open ist gedrückt – und die Frage, ob sich die Epidemie weiter ausbreitet, liegt in der Luft.

Courier warnt: „ich meide die spieler-mensa“

Der ehemalige Weltranglisten-Erste Jim Courier, heute gefragter Tennis-Kommentator, drückte seine Besorgnis offen aus: „Ich werde in den nächsten Tagen die Spieler-Mensa meiden.“ Seine Worte unterstreichen die wachsende Angst unter den Profis. Die Lage hat sich innerhalb kürzester Zeit dramatisch verschärft. Marin Cilic, Madison Keys, Liudmila Samsonova und das größte Ausfallbeben: Iga Swiatek, die Titelverteidigerin und Weltranglisten-Vierte, mussten ihre Teilnahme kurzfristig absagen.

Swiatek selbst sprach von einem „Virus in den Umkleideräumen“ und gestand, völlig erschöpft zu sein. „In ein paar Tagen bin ich bestimmt wieder fit, aber im Moment habe ich null Energie“, sagte sie mit zitternder Stimme, kurz bevor sie im dritten Satz gegen Ann Li aufgeben musste. Coco Gauff erlitt ebenfalls die Folgen der Infektion und musste sich im dritten Satz gegen Sorana Cirstea minutenlang an den Rand des Platzes begeben, bevor sie sich schließlich fangen konnte und das Spiel gewann.

Sinner setzt auf routinen – und meidet die mensa

Sinner setzt auf routinen – und meidet die mensa

Während die anderen Spieler offenbar in der Spieler-Mensa infiziert wurden, scheint Jannik Sinner, der große Favorit des Turniers, bisher verschont geblieben zu sein. Der Italiener setzt auf seine bewährten Routinen: „Ich höre von vielen Absagen, aber ich verbringe nicht viel Zeit hier“, erklärte er. „Ich komme nur kurz vor meinen Matches an und gehe danach wieder. Wenn ich trainieren muss, komme ich sehr spät. Das mache ich bei jedem Turnier so.“

Sinner meidet also nicht nur die Mensa, sondern auch die Umkleideräume, in denen sich die Ansteckungsgefahr besonders hoch ist. Eine Strategie, die sich bisher auszahlt – und ihm vielleicht sogar den Titelgewinn sichern könnte. Die anderen Spieler hoffen nun, dass Sinner seine Routine beibehalten kann und nicht auch noch einem Virus zum Opfer fällt.

Die Organisatoren des Turniers stehen vor einer enormen Herausforderung. Die medizinische Abteilung arbeitet auf Hochtouren, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen und die Sicherheit der verbliebenen Spieler zu gewährleisten. Ob das gelingt, bleibt abzuwarten. Fest steht: Der Mutua Madrid Open ist derzeit alles andere als ein sportliches Fest.

Die frage, die nun im raum steht

Die frage, die nun im raum steht

Die hohe Anzahl an Absagen wirft einen Schatten auf das Turnier und stellt die Frage in den Raum: Können die verbliebenen Spieler den Titelkampf ohne weitere Ausfälle meistern? Die Antwort wird sich in den nächsten Tagen zeigen.