Madrid open: sinner gegen zverev – das finale, das keiner wollte!
Ein Schock für die Tenniswelt: Nur wenige Stunden vor dem Start des Mutua Madrid Open mussten Veranstalter und Fans zwei bittere Ausfälle verkraften. Sowohl Carlos Alcaraz als auch Novak Djokovic stehen aufgrund von Verletzungen nicht zum Einsatz. Doch aus der Katastrophe wird ein Spektakel: Jannik Sinner und Alexander Zverev, die Top-Favoriten, treffen im Endspiel aufeinander.

Zverevs triumph in der „mágica caja“
Alexander Zverev, zweifacher Champion in Madrid (2018 und 2021), scheint der einzige zu sein, der Sinner ernsthaft herausfordern kann. Seine Leistung gegen Alexander Blockx, den er glatt mit 6:2 und 7:5 ausschaltete, war beeindruckend. Blockx hatte sich quasi selbst eingeladen, doch der Deutsche dominierte das Match von Anfang an. Die ungewohnte Höhe von 657 Metern über dem Meeresspiegel, die so vielen Spielern zu schaffen macht, scheint Zverev nicht zu beeinträchtigen. „Ich fühle mich hier in Madrid wie zu Hause, fast wie in München“, sagte er nach dem Match.
Während andere Spieler mit der Ballkontrolle zu kämpfen haben, scheint Zverev die Bedingungen zu lieben. Er schlägt die Bälle mit einer Präzision, die fast schon unheimlich ist – „Ich habe das Gefühl, ich kann nicht verlieren“, grinste er.
Die bisherige Bilanz zwischen Sinner und Zverev spricht für den Italiener: Von 13 Aufeinandertreffen konnte Zverev lediglich vier für sich entscheiden. Doch die letzten acht Duelle gingen alle an Sinner. Kann Zverev den Trend umkehren und endlich einen Sieg gegen den Weltranglisten-Ersten einfahren? Die Antwort gibt das Finale am Sonntag.
Die Absenzen von Alcaraz und Djokovic sind natürlich bedauerlich, doch das Duell Sinner gegen Zverev verspricht Tennis vom allerhöchsten Niveau. Ein Kampf der Giganten, der die Herzen der Fans weltweit erobern wird. Die Frage ist nicht, ob das Finale ein Highlight wird, sondern wie lange Zverev die unglaubliche Präzision aufrechterhalten kann.
