Madrid kämpft um das wm-finale 2030 – bernabéu gegen marokko

Madrid will das Finale. Punkt. Sonia Cea schickt sich an, das Endspiel der WM 2030 ins Santiago Bernabéu zu holen – und spielt dabei alle Trümpf aus. Die FIFA war vor Ort, die Prüfliste ist durchgestrichen, die Bewertung laut Cea „die beste aller Stadien“. Doch Marokui bietet Gegenwehr. Rabat will das Schaulaufen, das Prestige, das Geld. Die Entscheidung liegt noch offen.

Warum das bernabéu trotzdem in führung liegt

110 000 Zuschauer, ein Dach, das klappt, und ein Entertainment-System, das an eine Raumstation erinnert – das neue Bernabéu ist ein Technikwunder. Die FIFA-Inspektoren gingen mit „Wow“-Fazit nach Hause, berichtet Cea. Madrid habe „die Hausaufgaben gemacht“, sagt die Sportdezernentin beim Campus Vicente del Bosque im Palacio de Cibeles. Man arbeite „Hand in Hand“ mit FIFA und RFEF. Das klingt nach Protokoll, meint aber: Die Verträge sind so gut wie unterschrieben – wenn der Weltverband nicht doch nach Afrika umschwenkt.

Enrique Cerezo, Atlético-Präsident und Stimme des Stadt-Fußballs, unterstrich die Einigkeit: „Madrid ohne WM-Finale? Undenkbar.“ Die Argumente: Infrastruktur vorhanden, Hotels vorhanden, Flughäfen vorhanden. Marokui kann da nur mit Temperaturen und neuen Bauten kontern. Die Uhr tickt. Die FIFA will bis Ende 2025 Klarheit – und Madrid liefert täglich neue Fotos von fast fertigen Rängen.

Olympia kommt als druckmittel dazu

Olympia kommt als druckmittel dazu

Cea nutzt die Bühne auch für den nächsten Coup: Sollte die spanisch-portugiesisch-marokkanische WM erfolgreich verlaufen, will Madrid die Olympischen Spiele 2036. „Wir machen schon jetzt die Arbeit, damit Madrid bereit ist, wenn der Moment kommt“, sagt sie. Das ist kein Nebensatz. Es ist Drohung und Versprechen zugleich: Wir können zwei Mega-Events – wenn ihr uns das Finale jetzt gebt.

Die Zahle lautet 2,3 Milliarden Euro – so viel steckt Real Madrid und die Stadt bereits in die Arena. Ein Finale würde die Hälfte wieder hereingetragen, schätzen Analysten. Marokui plant ein neues Stadion für 1,1 Milliarden. Wer mehr bietet, ist offen. Die Entscheidung fällt in Zürich, aber der Krieg der Worte tobt schon jetzt in den Medien.

Madrids Botschaft ist klar: Das Herz des Weltfußballs schlägt im Bernabéu. Und wenn die FIFA anders entscheidet, wird das ein Fiasko für die Geschäftsführer, nicht für die Stadt. Denn dann steht Madrid trotzdem vor der Tür – mit Olympia-Konzept und dem nächsten Milliardenprojekt in der Tasche.