Madrid feiert, hamilton zweifelt: f1-testrennen spaltet die fahrer
Ein Hochgefühl beim einen, ein skeptischer Blick beim anderen: Der erste Testlauf der Formel 1 in Madrid am vergangenen Donnerstag sorgte für unterschiedliche Reaktionen bei den Piloten Charles Leclerc und Lewis Hamilton. Während Leclerc von einer „ikonischen Kurve“ schwärmte, äußerte Hamilton Bedenken hinsichtlich des neuen Streckenlayouts.
Leclerc begeistert von der „monumental“-kurve
Charles Leclerc, der ehemalige Teamkollege und Freund von Carlos Sainz, zeigte sich nach seinen Runden auf der neuen Strecke begeistert. Besonders die sogenannte „Monumental“-Kurve beeindruckte ihn. „Dort werden wir in der Qualifikation sicherlich sehr mutig sein müssen, um an die Grenze zu fahren“, so Leclerc, der sich sichtlich amüsierte, als er erklärte, dass ihm zunächst deutlich drastischere Worte in den Sinn gekommen waren. Er prognostiziert, dass diese Kurve zu einem ikonischen Bestandteil der Saison werden könnte, insbesondere wenn die geplante Tribüne fertiggestellt ist – ein Versprechen, das die Atmosphäre für die Zuschauer und die Fahrer gleichermaßen steigern dürfte.
Leclerc äußerte sich allgemein positiv über die neue Hybridstrecke in Madrid, wenngleich er sich noch unsicher zeigte, ob der Kurs perfekt zu seinem Fahrstil passen wird. „Ich mag urbane Strecken im Allgemeinen, daher bin ich zuversichtlich, dass mir Madrid gefallen wird.“ Die neue Strecke bringt aber ohne Frage frischen Wind in die Formel 1 – etwas, das Leclerc schätzt. Und eines ist sicher: „Man muss hier alles geben, und das genieße ich an urbanen Strecken immer.“

Hamilton: „ein schwieriger ort zum überholen“
Im Gegensatz zu Leclerc zeigte sich Lewis Hamilton eher zurückhaltend. Der siebenfache Weltmeister klagte über den staubigen Zustand der Strecke, der durch den Neubau entstanden war. „Es war sehr staubig, wie man es von einer neuen Strecke erwartet. Der Grip war natürlich noch nicht optimal, und die Reifen waren ständig mit Staub bedeckt.“ Hinzu kam die Enge einiger Abschnitte, die bei vollständiger Absicherung deutlich wurde.
Ein weiteres Problem, das Hamilton ansprach, ist das Fehlen von geraden Strecken. „Die Streckentemperatur lag konstant bei etwa 60 Grad. Es scheint ein Kurs zu werden, der vor allem in der Qualifikation wichtig ist, und es gibt kaum Möglichkeiten zum Überholen.“ Dennoch betonte Hamilton, dass es eine „fantastische Erfahrung“ war, als erster Fahrer ein neues F1-Rennstrecke zu testen – ein Moment, der für immer in die Geschichte der Formel 1 in Madrid eingehen wird.
Die unterschiedlichen Eindrücke von Leclerc und Hamilton unterstreichen die Herausforderungen, die das neue Streckenlayout mit sich bringt. Während Leclerc die neue Strecke mit Begeisterung begrüßt, warnt Hamilton vor den Schwierigkeiten beim Überholen und dem staubigen Zustand. Die kommenden Rennen werden zeigen, ob sich seine Bedenken bestätigen – oder ob Madrid tatsächlich zu einem neuen Favoriten der Fahrer und Zuschauer wird. Der Testlauf hat jedoch bereits bewiesen: Die Formel 1 ist in Madrid angekommen, und das mit einem Augenzwinkern und einer gehörigen Portion Kontraste.
