Machmudow trainiert mit bären – und verlor gegen kabayel!

Moskau – Arslanbek Machmudow, der nächste Herausforderer von Tyson Fury, hat in seiner Vorbereitung auf den Kampf am Samstag in London eine Methode gewählt, die selbst gestandene Boxer ins Staunen versetzt: Er trainiert mit einem Bären. Die Aufnahmen dieses ungewöhnlichen Trainings, die kürzlich im Internet auftauchten, werfen nicht nur Fragen auf, sondern erinnern auch an eine jüngste Niederlage, die den Russen gegen einen deutschen Boxer erleiden musste.

Ein ungewöhnlicher trainingspartner

Die Videoclips zeigen Machmudow, wie er sich immer wieder mit einem Braunbären auseinandersetzt, stemmt und belauscht. Ein Treffen, das der 36-Jährige, wie er im Gespräch mit dem Guardian verriet, keineswegs als angenehm empfand. „Es war ehrlich gesagt furchtbar“, gestand er. „Einer meiner Freunde hat mir das angeboten, und ich konnte nicht widerstehen. Aber das werde ich nie wieder tun. Der Bär hat versucht, mich zu beißen!“ Ein Erlebnis, das ihm offenbar noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Die Idee kam vor etwa anderthalb Jahren in Moskau zustande und sorgte in seiner Familie für wenig Verständnis. Seine Mutter, so Machmudow, dachte zunächst, er fahre lediglich zu einem Treffen. Als sie jedoch das Video sah, soll sie gerufen haben: „Bist du verrückt? Warum machst du das? Du wirst deine Kinder nie wieder sehen!“ Ein Warnhinweis, den sich Machmudow für die Zukunft zu Herzen nimmt: „So etwas werde ich nicht mehr machen.“

Die deutsche lektion: kabayel schlug machmudow

Die deutsche lektion: kabayel schlug machmudow

Doch bevor Machmudow nun versucht, den ungeschlagenen Tyson Fury zu besiegen, muss er sich mit einer Realität auseinandersetzen, die ihm in der Vergangenheit bereits schmerzhaft bewusst wurde. Im Dezember 2023 erlitt er eine überraschende Niederlage gegen den Deutschen Agit Kabayel. Ein Leberhaken des Deutschen in der vierten Runde reichte aus, um Machmudow in die Knie zwingen zu können. Eine Niederlage, die ihm sicher noch immer in den Knochen sitzt.

Trotzdem begegnet Machmudow der Herausforderung, Fury zu bezwingen, mit einer Mischung aus Respekt und Optimismus. „Ich weiß nicht, wie ich ihn schlagen werde, aber natürlich glaube ich, dass ich gewinnen werde“, erklärte er. Fury, der nach einer 476-tägigen Pause aus dem Ruhestand zurückkehrt, gilt als klarer Favorit. Machmudow, der in Kanada lebt, ist der Außenseiter – ein Status, der ihm aber nicht zu verunsichern scheint. Von seinen bisherigen 23 Profikämpfen konnte er 21 für sich entscheiden, davon 19 durch Knockout. Eine Bilanz, die trotz der Niederlage gegen Kabayel eindrucksvoll beweist, dass Machmudow ein Boxer von Weltklasse ist.

Die Frage ist nun, ob er seine unorthodoxen Trainingsmethoden und seine beeindruckende Schlagkraft nutzen kann, um die Legende Fury zu stürzen. Oder ob die deutsche Lektion von Kabayel ihm eine weitere bittere Pille schlucken lässt.

Die Antwort liefert der Ring am Samstag in London. Der Kampf verspricht ein Spektakel – und wird zeigen, ob der Bär in Machmudows Trainingsprogramm wirklich Wirkung gezeigt hat.