Lys kämpft um comeback: knie-drama und fitness-defizit bremsen tennis-hoffnung
Stuttgart – Ein Lichtblick im Schatten der Niederlage: Eva Lys hat im Achtelfinale des Porsche Tennis Grand Prix gegen Elena Svitolina zwar klargenug verloren, doch ihre Entschlossenheit, wieder an die Spitze zurückzukehren, ist ungebrochen. Das Ausscheiden wirft jedoch ein Schlaglicht auf die schwierige Situation der jungen Hamburgerin, die mit einer spät diagnostizierten Knieverletzung und einem erheblichen Fitnessrückstand zu kämpfen hat.
Die bittere pille der nachwirkungen
Die 24-Jährige musste nach dem deutlichen 1:6, 0:6 gegen die Weltranglisten-Siebte Svitolina öffentlich um Geduld werben. Die Ursache für ihre erschwerte Situation liegt in einer im australischen United Cup überdehnten Knieverletzung, die erst Wochen später in Hamburg korrekt diagnostiziert wurde. Eine fünf Wochen lange Pause folgte, die ihre hart erarbeitete Fitness nahezu zunichte gemacht hat.
Die fehlende Matchpraxis und die körperlichen Defizite machten sich gegen Svitolina deutlich bemerkbar. „Es war definitiv ein körperliches Problem“, gestand Lys nach der Partie. „Ich war körperlich echt angeschlagen und hatte einfach ultra wenig Zeit, mich zu regenerieren.“

Ein hoffnungsschimmer inmitten der krise
Trotz der widrigen Umstände gab es im Spiel gegen Paula Badosa einen Moment der Freude. Lys drehte einen Rückstand und feierte ihren ersten Tour-Sieg seit Jahresbeginn. „Ich konnte zeigen, dass ich das Level auf jeden Fall habe und jetzt noch körperlich arbeiten muss“, so die ambitionierte Sportlerin.
Die kommenden Wochen werden entscheidend sein. Lys plant, die Zeit zwischen den Turnieren, insbesondere die kommende Woche beim 1000er-Turnier in Madrid, zur intensiven körperlichen Vorbereitung zu nutzen. Ein kleineres 125er-Turnier in Spanien könnte ebenfalls in ihr Programm aufgenommen werden, um Matchpraxis zu sammeln.
Die Rückkehr zur Form von 2025, als Lys als deutsche Nummer eins auf der Weltrangliste aufstieg, wird allerdings ein langer und harter Weg sein. „Mir war bewusst, dass es nicht einfach werden wird“, räumte sie ein. „Ich nehme das mal mit als fehlende Matchpraxis und habe meine Zeit hier in Stuttgart dennoch genossen.“ Es bleibt abzuwarten, ob Lys ihren Kampfgeist und ihre Entschlossenheit nutzen kann, um ihr Tennis-Comeback erfolgreich zu gestalten. Die Fans dürfen gespannt sein, ob sie ihre beeindruckenden Fähigkeiten – die flachen, unangenehmen Bälle, die überaus gute Beinarbeit und den unermüdlichen Kampfgeist – wieder voll entfalten kann.
