Luna rossa blu triumphiert: coppa america-vorrunde endet für luna rossa grigia in der enttäuschung
Cagliari – Ein perfekter Sonntag für Peter Burling und Ruggero Tita: Luna Rossa Blu sicherte sich den Sieg in der ersten Vorrundenregatta der Coppa America vor der Küste von Cagliari. Doch für das Schwesterteam Luna Rossa Grigia endet der Traum von einem Heimtriumph jäh und unerwartet.

Dominanz im match race, patzer in der flottenregatta
Das Team um Burling und Tita zeigte eine beeindruckende Leistung. Nach zwei Siegen in den Flottenrennen krönte das Duo den Tag mit einem souveränen Sieg im Match Race gegen New Zealand. Ein perfekter Start legte den Grundstein für den Erfolg, als die neuseeländische Crew die Startlinie zu früh überquerte und eine Strafe erhielt. Obwohl Luna Rossa Blu im späteren Verlauf des Rennens einen spektakulären Foil-Absturz erlitt, konnten sie den Vorsprung nicht mehr hergeben.
Doch die Geschichte von Luna Rossa Grigia ist eine Lehrstunde in verpassten Chancen. Marco Gradoni und Margherita Porro, die an den ersten beiden Tagen noch glänzten, patzten am Sonntag in beiden Flottenrennen dramatisch. Bei der ersten Startschuss-Sequenz wurden sie wegen eines vorzeitigen Starts disqualifiziert, nachdem ein Softwareproblem die korrekte Anwendung der Strafe verhindert hatte. Im zweiten Rennen wiederholten sie den Fehler, und die wenigen Sekunden, die sie durch den vorzeitigen Start gewannen, erwiesen sich als fatal. Am Ende fehlten lediglich einen Punkt, um sich gegen die Neuseeländer durchzusetzen und im Rennen zu bleiben.
Die Entscheidung: Ein Punkt. Nur einen Punkt fehlte Luna Rossa Grigia, um die Vorrunde zu überstehen. Die jungen Talente müssen sich nun eingestehen, dass die Coppa America-Träume vorerst geplatzt sind. Die Diskrepanz zwischen den Leistungen der beiden italienischen Teams ist eklatant und wirft Fragen nach der Vorbereitung und Strategie auf.
Die Coppa America-Vorrunden in Cagliari sind beendet. Die nächste Runde findet im September in Neapel statt, und im Frühjahr 2027 könnte eine Etappe in Griechenland folgen. Doch eines ist klar: Die Segler werden mit den AC75-Yachten antreten, die doppelt so groß und schwer sind wie die aktuellen AC40-Boote. Das bedeutet eine völlig neue Herausforderung für alle Teams. Ob die italienischen Crews diese meistern können, bleibt abzuwarten. Die Hoffnung auf den ersten Coppa America-Sieg für Italien lebt jedoch weiter – trotz des bitteren Ausscheidens von Luna Rossa Grigia.
