Lukaku ignoriert napoli-rückkehr: belgier droht saison-sperre
Romelu Lukaka bleibt in Belgien. Napoli wartet vergeblich. Der Klub reagiert mit einem scharfen Communiqué und kündigt Disziplinarmaßnahmen an. Der Stürmer, seit Wochen von Adduktorenproblemen geplagt, kam nicht zum Termin zurück. Das Risiko: Ausschluss bis Saisonende.

Die frist verstrich – lukaku blieb sitzen
Der SSC Neapel hatte dem Angreifer bis Dienstag Zeit gegeben, sich wieder ins Trainingsgeschehen einzufügen. Stattdessen twitterte Lukaku selbst, er brauche die Reha in seiner Heimat, weil neue Untersuchungen eine Entzündung an der Hüfte zeigten. 40 Spielminuten, ein Treffer, 25 verpasste Serie-A-Partien – diese Bilanz rechtfertigt in den Augen der Klubbosse kein Eigenmächtigkeits-Urlaub.
Die belgische FA bestätigte rasch: Lukaku entfällt für die Testspiele gegen USA und Mexiko. Ein klares Zeichen, dass die medizinische Abteilung des Nationalteams seine Belastung nicht für vertretbar hält. Doch genau diese Ausgangslage nutzte Lukaku, um in Antwerpen zu bleiben – statt nach Castel Volturno zurückzukehren. Der Verein spricht von „nicht autorisiertem Verbleiben im Ausland“.
Napoli nutzt die Formulierung „Das Club behält sich angemessene Sanktionen vor, einschließlich einer dauerhaften Trennung vom Kader“. Das klingt nach ultimative Warnschuss. Trainer Antonio Conte braucht jeden fitten Körper im Kampf um die Champions-League-Ränge. Ein Stürmer, der auf eigene Faust kuratiert, passt nicht ins Konzept.
Lukaku versucht, die Wogen zu glätten: „Ich werfe Napoli nie vor die Füße. Ich will nur gewinnen.“ Die Anhängerschaft ist gespalten: Die einen sehen einen Profi, der seine langfristige Leistungsfähigkeit schützen will; die anderen einen Millionär, der Verträge bricht. Die nächsten Tage zeigen, ob Conte auf Verständnis setzt – oder den Reißwolf startet.
Die Serie A geht am Wochenende weiter. Ohne Lukaku läuft der Hüne womöglich nie wieder für den Süden Italiens auf. Die Karriere des 30-Jährigen pendelt zwischen Fitnessraum und Tribüne. Aktuell dominiert die Tribüne – und das könnte so bleiben.
