Lückenkemper schockiert: enhanced games sind „nichts für mich“
Las Vegas – Gina Lückenkemper, Deutschlands schnellste Frau, hat mit ihrer deutlichen Ablehnung der sogenannten Enhanced Games für Aufsehen gesorgt. Die Europameisterin im 100-Meter-Sprint hält das umstrittene Event, bei dem Doping explizit erlaubt ist, für unvereinbar mit ihren sportlichen Werten und wird es demonstrativ ignorieren.

Ein klares statement gegen doping
„Ich halte von diesen Enhanced Games absolut nichts“, erklärte Lückenkemper am Donnerstag in einer Medienrunde. Ihre Worte sind ein Schlag ins Gesicht der Veranstalter, die mit einem Gesamtpreisgeld von 25 Millionen Dollar Athleten aus aller Welt angelockt haben. Zwei deutsche Sportler sind unter den Teilnehmern, doch Lückenkemper hat sich entschieden, nicht an der Debatte teilzunehmen.
Die 29-Jährige, die derzeit in Florida trainiert und am 31. Mai in Dresden ihr erstes 100-Meter-Rennen der Saison bestreiten wird, zeigte sich erleichtert, dass ihre Reise nach Deutschland mit dem Beginn des Events in Las Vegas zusammenfällt. „Ich bin ganz froh, dass das bei mir auf den Reisetag fällt, weil ich damit auch überhaupt keine Möglichkeit habe, mich da irgendwie zu informieren und da irgendwie reinzuschauen“, so Lückenkemper. Die Distanzierung von dem kontroversen Format ist für sie eine Frage der Prinzipien.
Die Enhanced Games, die neben Schwimmen und Gewichtheben auch Leichtathletik umfassen, haben seit ihrer Ankündigung eine hitzige Debatte ausgelöst. Kritiker sehen darin eine Verhöhnung des fairen Sports und eine Gefahr für die Gesundheit der Athleten. Lückenkempers klare Position ist ein deutliches Signal an die Sportwelt: Doping hat keinen Platz im Leistungssport, und wer das ignoriert, muss mit der Ablehnung von Größen wie ihr rechnen. Die Frage, ob die Enhanced Games trotz des Widerstands überleben können, bleibt offen.
