Luca zidane stolpert in kansas city – drei messi-treffer, zwei patzer, ein alptraum
Der Name Zidane stand schon für Finalsiege, Eintracht, Triumph. Jetzt steht er für eine 0:3-Pleite und einen Torwart, der hinter einer schwarzen Schutzmaske die Tränen zu verstecken versuchte. Luca Zidane, 28, Sohn des französischen Weltmeisters, erlebte beim WM-Auftakt der Algerier gegenArgentinien die bitterste Stunde seiner Karriere – und das, nachdem er erst im Sommer 2025 den Verbandswechsel vollzog, um genau dieses Turnier zu spielen.
Zwei fehler, ein superstar und die tribüne, wo papa zusah
Minute 17. Messi zieht aus 22 Metern ab. Der Ball segelt mittig, Zidane reagiert zu spät – 0:1. 43 Minuten später fälscht er einen harmlosen Schuss unhaltbar vor die Füße des Argentinischen Rekordtorschützen – 0:2. Beim 0:3 (76.) ist er chancenlos, seine Maske verrät nicht, wie sehr die Wangen brennen. Auf der Haupttribüne sitzt Zinédine Zidane, die Hände vor dem Gesicht, als wolle er die Szene ausradieren. Der Vater hatte April für April gefürchtet: damals brach Luca sich bei Granada Kiefer und Kinn, die WM-Teilnahme war lange offen.

Die maske bleibt – und mit ihr die frage nach dem weg weiter
Der Medizinerstab setzte auf eine individuelle Carbon-Schutzmaske. Optisch mutant, funktional notwendig. Doch Technik ersetzt keine Handsicherheit. Die Statistik lügt nicht: Er erlaubte drei Tore aus 0,9 erwarteten Toren (xG). Für Jordanien und Österreich bleibt nur die Devise, die Algerier immer wieder beschwören: „Wir müssen vorne kaltschnäuziger werden, damit hinten Luft bleibt.“
Luca selbst zuckt nach dem Spiel nur mit den Schultern: „Ich wollte dieses Turnier spielen, egal für wen. Jetzt liegt es an mir, es nicht an einer Nacht kaputtgehen zu lassen.“ Die Worte klingen nach Vorsatz, die Zahlen aber nach Realismus. Ohne Sieg gegen Jordanien in drei Tagen ist Algerien so gut wie draußen. Dann bleibt nur die kleine Trostformel: Ein Zidane hat schon einmal eine WM-Gruppe hinter sich gelassen – und am Ende die Trophäe gehoben. Nur war das vor 28 Jahren, und sein Name war Zinédine.
