Lovren schießt gegen medien-hetze um salah: "abscheulich!"
Die Debatte um Mohamed Salah beim FC Liverpool erreicht einen neuen Höhepunkt. Ex-Profi Dejan Lovren, der zwischen 2014 und 2020 im Anfield-Stadion spielte, schießt scharf gegen die Berichterstattung in der englischen Presse und bezeichnet sie als „abscheulich“. Seine Kritik richtet sich insbesondere gegen ehemalige Spieler, die nun als Experten in TV-Studios agieren.

Slot trägt die schuld an salahs abgang
Salahs Leistungen in dieser Saison (nur sieben Tore) wurden in den Medien stark kritisiert, ebenso wie sein angespanntes Verhältnis zum neuen Trainer Arne Slot und seine Ankündigung, den Verein ein Jahr vor Vertragsende zu verlassen. Lovren zeigt wenig Verständnis für diese Haltung und macht stattdessen Trainer Slot für die Entscheidung des Ägypters verantwortlich. „Wenn Slot entlassen worden wäre, hätte Salah hundertprozentig in Liverpool gestanden“, so Lovren in einem Interview.
Er argumentiert, dass die Kritik an Salah nicht gerechtfertigt sei, insbesondere wenn man bedenkt, was der Spieler in den vergangenen acht bis neun Jahren für den Verein geleistet habe. „Warum wurde er in dieser Zeit nicht so behandelt? Es gibt doch so viele andere Probleme beim Liverpool“, betont Lovren.
Die Medien seien auf Salah fixiert, um Aufmerksamkeit zu erlangen, so der Kroate weiter. Er kritisiert insbesondere Jamie Carragher, einen weiteren ehemaligen Liverpool-Profi, der sich ebenfalls kritisch über Salah geäußert habe. „Carragher redet nur, weil er dafür bezahlt wird, im Fernsehen aufzutreten. Er müsste es ihm ins Gesicht sagen, wenn er etwas zu sagen hat – aber das wird er nicht tun“, poltert Lovren.
Lovren zeigt wenig Verständnis für die Schärfe der Kritik und betont: „Ich persönlich kümmere mich nicht um die Kritik an Salah. Es tut mir weh, denn ich kenne Mo als einen wirklich guten Menschen mit einem brillanten Kopf.“ Er schildert, dass er und Salah ein gutes Verhältnis hatten, auch wenn es nicht immer perfekt war. Anders als bei Slot, mit dem „keine gute Beziehung“ bestand – „einfach gesagt“.
Er erinnert daran, dass Salah unter Jürgen Klopp stets sein Bestes gegeben habe und dass dieser ihm das Vertrauen entgegengebracht habe. „Das war alles anders als mit Slot“, so Lovren.
Die Situation verdeutlicht, wie schnell sich das Blatt wenden kann, und wirft ein Schlaglicht auf die Rolle der Medien im Umgang mit Leistungsträgern im Profifußball. Es bleibt abzuwarten, ob Slot die Aufgabe bekommt, das Team neu zu formen und Salah zurückzugewinnen – oder ob der Ägypter doch noch einen neuen Verein findet.
