Lok, jena und erfurt greifen nach der 3. liga – hfc gibt auf

Drei Vereine, ein Traum, eine Frist. Noch vor dem 2. März haben 1. FC Lok Leipzig, Carl Zeiss Jena und Rot-Weiß Erfurt ihre Lizenzunterlagen für die 3. Liga beim DFB eingereicht. Der vierte Anwärter, der Hallesche FC, hat den Aufstieg dagegen bereits offiziell abgehakt – eine Entscheidung, die vor der Saison kaum jemand für möglich gehalten hätte.

Lok leipzig beantragt die lizenz zum sechsten mal in folge

Aus Probstheida kommt die Meldung fast schon routiniert: Lok Leipzig hat die Lizenzierung für die 3. Liga bereits zum sechsten Mal seit 2020 beantragt. Der amtierende Meister und aktuelle Tabellenführer der Regionalliga Nordost gibt damit einmal mehr das Tempo vor – nicht nur auf dem Rasen. Mit zwölf noch ausstehenden Spielen und einem komfortablen Vorsprung ist der Verein aus Leipzig der klare Favorit auf den Aufstieg.

Carl Zeiss Jena folgte dem Beispiel, trotz eines Rückstands von acht Punkten bei einem Spiel weniger. Die Thüringer wissen, wie schwer Lok einzuholen ist – aber sie geben die Hoffnung nicht auf. Rot-Weiß Erfurt bestätigte auf Nachfrage von Sport IM OSTEN ebenfalls die fristgerechte Einreichung. Wohlwissend, dass der Weg nach oben steil ist, aber nicht unmöglich.

Der hfc macht den rückzug – und das hat gründe

Der hfc macht den rückzug – und das hat gründe

Vor der Saison wurde der Hallesche FC als einer der heißesten Aufstiegskandidaten gehandelt. Jetzt verzichtet der Klub auf die Antragstellung. Laut Informationen von Sport IM OSTEN haben wirtschaftliche Rahmenbedingungen und eine nüchterne Einschätzung der eigenen sportlichen Lage den Ausschlag gegeben. Kein Antrag bedeutet: kein Aufstieg, egal was auf dem Platz passiert. Die Entscheidung ist so früh im Jahr eine seltene Geste von Ehrlichkeit gegenüber sich selbst.

Ähnlich klar positioniert sich der FSV Zwickau. Der Tabellenfünfte teilte am 4. März offiziell mit, dass die finanzielle Konsolidierung in dieser Saison Vorrang hat. Auch der Chemnitzer FC hat keine Unterlagen eingereicht.

Was jetzt passiert – und warum das lizenzverfahren kein selbstläufer ist

Was jetzt passiert – und warum das lizenzverfahren kein selbstläufer ist

Bis Mitte April prüft der DFB die eingereichten Unterlagen. Wirtschaftliche Stabilität, technisch-organisatorische Leistungsfähigkeit, Nachhaltigkeit – das sind die Kriterien, nach denen die Vereine bewertet werden. Mögliche Auflagen und Bedingungen folgen danach. Wer glaubt, mit dem Einreichen der Unterlagen sei die Arbeit getan, irrt sich.

Und selbst wenn die sportliche und bürokratische Hürde genommen ist, wartet noch eine weitere: Wie schon in der Vorsaison muss der Meister der Regionalliga Nordost in Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern ran. Lok Leipzig scheiterte im Vorjahr an TSV Havelse aus dem Norden – eine Wunde, die in Probstheida noch nicht verheilt ist. Diesmal heißt der potenzielle Gegner aus dem Süden. Der Weg ist geebnet. Ob er auch begangen wird, entscheiden zwölf Spieltage und ein Finale, das keiner verlieren will.