Llorente feuert gegen spanien-desaster: „fornals raus? die zahlen lügen nicht!“

Diego Llorente hat den Mund aufgemacht – und die Furor der Betis-Fans entfacht. Der Abwehrchef des Sevilla-Klubs attackierte die WM-Liste von Luis de la Fuente mit einer Klarheit, die in den sonst so glatt gewachsten Pressemitteilungen des Verbandes fehlt: „Die Leistung und die Daten sind da“, schrieb er bei Instagram und schob ein Foto von Pablo Fornals hinterher, das alles sagt: Pokémon in Betis-Grün, dazu die Zeile „Mein Land ist Betis“.

Neun tore, neun vorlagen – und trotzdem daheim

Die Zahlen, die Llorente anmahnt, sind so hart wie ein Ellbogencheck im Strafraum: 51 Pflichtspiele, neun Tore, neun Assists. Der Castellonense war Antrieb und Zielpunkt zugleich, traf gegen Elche zum 2-1, das die Rückkehr in die Champions League besiegelte – 20 Jahre hat der Bético auf diesen Moment gewartet. Dass Gavi, gerade mal ein halbes Jahr nach seinem Kreuzbandriss, oder Baena, der bei Villarreal mal eben nebenher spielt, den Vorzug erhielten, empfindet Llorente als Schlag ins Gesicht des Leistungsprinzips.

Die Reaktion folgte innerhalb von Minuten. „Wir sehen uns nach dem Sommer, Bicho“, schrieb der Madrilene – ein Satz, der wie ein Versprechen klingt und wie eine Drohung für alle, die Fornals ignorieren. Gemeint ist die Vorbereitung 2026/27, die am 5. Juli beginnt. Dann will Llorente seinen Mittelfeld-Motor wieder an der Seitenlinie haben, statt ihn in Katar auf der Bank vergammeln zu sehen.

Statt sieben nur sechs: betis verliert wm-rekord

Statt sieben nur sechs: betis verliert wm-rekord

Der Klub selbst hatte mit sieben WM-Beteiligten gerechnet – ein Rekord, der nun bröckelt. Mit Fornals fallen die Heliópolitaner auf sechs Reisende zurück, womit trotzdem ein Clubbesteil droht. Doch die Enttäuschung sitzt tief. „Eine Saison mit der Note 10 und ein Tor für die Geschichte. Pablo, wir lieben dich“, twitterte der offizielle Account und veröffentlichte jenes Foto von Fornals’ Jubelpose, die inzwischen als Wandbild über der Fanshop-Kasse hängt.

Die Botschaft ist klar: Wer Betis trägt, ist hier zu Hause – egal, ob die Nationalelf anklopft oder nicht. Für Llorente steht fest: Pokale gewinnt man mit Spielern wie Fornals, nicht mit Pöstchenverteilern. Der Sommer wird heiß in Sevilla – und nicht nur wegen 40 Grad im Schatten.