Lizarazu tauscht wm-kommentar gegen mont ventoux-kuppel

Ein Schock für Fußballfans: Bixente Lizarazu, die französische Fußballlegende, wird bei der WM 2026 nicht als Co-Kommentator für TF1 zu sehen sein. Stattdessen hat sich der 56-Jährige einem ganz anderen Gigant verschrieben – dem Mont Ventoux, und das gleich dreimal!

Der ehemalige bayern-star erobert die provence

Der ehemalige bayern-star erobert die provence

Lizarazu, der 1998 Weltmeister und 2000 Europameister wurde, gab gegenüber France Inter bekannt, dass er seine Zeit anderweitig nutzen möchte. „Ich habe noch ein paar Asse im Ärmel und fahre gerne Rad“, so der Franzose. Seine Wahl fiel auf den Mont Ventoux, den legendären Berg der Tour de France, den er an allen drei möglichen Anstiegen – Bédoin, Malaucène und Sault – bezwungen hat. Eine Leistung von geradezu außergewöhnlichem Ausmaß!

Die Tour de France der Frauen wird ebenfalls über den „kahlen Berg“ führen, während die Männer 2026 auf eine andere Strecke verweisen müssen. Lizarazu, der 2024 seine „muskelsüchtige“ Leidenschaft gestand, bewältigte die Aufgabe mit einer beeindruckenden Tour von 137 Kilometern und 4430 Höhenmetern. Seine Worte auf Instagram verdeutlichen die Faszination: „Dieser Ort ist magisch, mystisch, rustikal und es ist noch fantastischer, wenn wenige Leute unterwegs sind, weil der Wind so weht.“

Die verpasste Chance: Der Wechsel der Übertragungsrechte von TF1 an M6 und BeIn Sports bedeutet, dass Lizarazu seine Expertise nicht mehr im französischen Fernsehen teilen kann. „Ich war sehr enttäuscht“, gestand er. Nach seinem Rücktritt vom aktiven Fußball im Jahr 2006 hatte er bei jeder EM und WM seine Einsichten präsentiert. Nun wird er zumindest im Radio bei France Inter ab dem 26. Juni seine Fußballkenntnisse einbringen.

Es bleibt abzuwarten, ob Lizarazu seine Radleidenschaft zu einem festen Bestandteil seines Lebens machen wird. Eines ist jedoch sicher: Der ehemalige Linksverteidiger des FC Bayern München hat bewiesen, dass er auch abseits des Fußballplatzes ein Mann der Superlative ist. Frankreich kann sich auf die Weltmeisterschaft freuen, auch wenn die Expertenrunde um Lizarazu kleiner ausfällt.