Liverpool in Trübsal: Streit um Armband, Verletzungen und Transfer-Probleme
London, England – Liverpool erlebt einen schwierigen Sommer voller Herausforderungen. Ein Streit um das Kapitänsarmband, eine Vielzahl von Verletzungen und Probleme auf dem Transfermarkt überschatten den Beginn der neuen Saison.
Kapitänsstreit und interne Unruhen
Der Start in die Saison 2026/27 verlief für Liverpool alles andere als reibungslos. Ein Vorfall im Yankee Stadium, bei dem Kostas Tsimikas, Dominik Szoboszlai und Curtis Jones (25, Mittelfeldspieler) über die Vergabe des Kapitänsarmbandes stritten, ging schnell viral. Der griechische ehemalige Roma-Spieler warf das Symbol der Führung der Reds zu Boden, während der Mittelfeldspieler, um den Inter bemüht ist, auf seine 'Seniorenberechtigung' pochte. Dieser Vorfall ist nur ein Beispiel für die internen Spannungen, die seit dem Ende der Ära von Arne Slot herrschen.

Verletzungspech und dünne Personaldecke
Die Personalsituation ist angesichts zahlreicher Verletzungen angespannt. Neben den üblichen Verdächtigen wie Joe Gomez und Jeremie Frimpong fallen weitere Spieler aus. Die Abwehr ist besonders betroffen, da Virgil van Dijk nach der Weltmeisterschaft noch fehlt und Jeremy Jacquet (zugeschrieben für 65 Millionen Euro von Rennes) noch nicht spielbereit ist. Auch Giovanni Leoni (19, italienischer U-Nationalspieler) fällt aufgrund eines Kreuzbandrisses langfristig aus. Die Verletzungen von Joe Gomez (mindestens einen Monat Ausfall), Conor Bradley und dem Rückschlag bei Frimpong ('Wir hoffen auf reine Ermüdung', so Iraola) verschärfen die Situation zusätzlich. Bisher hat der neue Trainer Andoni Iraola (44) nur Milos Kerkez mit der ersten Mannschaft trainieren können.

Transfermarkt-Probleme und fehlende Neuzugänge
Auch auf dem Transfermarkt tut sich wenig. Wichtige Abgänge wie Mo Salah, Andy Robertson und Ibou Konaté wurden bisher nicht ersetzt. Das Transferbudget ist derzeit im Minus. Ein Wunschkandidat ist Bradley Barcola, der bereits Interesse an einem Wechsel nach Liverpool signalisiert hat. PSG verlangt jedoch 170 Millionen Euro, während Liverpool wohl nicht über 120 Millionen Euro bieten wird.

Mentalität und Neuanfang
Die Probleme von Liverpool beschränken sich nicht nur auf den Kader. Die Umkleidekabine scheint ebenfalls gespalten. Andoni Iraola versucht, die Situation zu erklären: 'Bei einem Trainerwechsel dauert es immer eine Weile. Es ist schwierig, ein Team aufzubauen, wenn so viel Unsicherheit herrscht, auch aufgrund des Transfermarktes, aber die Situation ist, wie sie ist, und wir müssen uns anpassen.'
