Lindsey vonn: comeback nach dem horror-sturz? die us-skikönigin spricht klartext

Cortina d'Ampezzo, Italien – Lindsey Vonn, die Legende des alpinen Skisports, hat in einem seltenen Blick hinter die Kulissen ihre Gefühlswelt nach dem verheerenden Sturz bei den Olympischen Spielen in Cortina d'Ampezzo offenbart. Die Schmerzen, so die 41-Jährige, waren „extrem“ und unterschieden sich grundlegend von allen Verletzungen, die sie zuvor erlitten hatte – eine Offenbarung, die die Frage nach einem erneuten Comeback noch weiter in ungewisse Bahnen lenkt.

Die narben eines sturzes: mehr als nur körperliche schmerzen

„Alles war in Stücke gerissen“, gestand Vonn in einem Interview. Der Sturz in Cortina, der bereits acht Operationen nach sich gezogen hat und nun eine weitere am Kreuzband erforderlich macht, warf lange Schatten auf ihre Karriere. Die Prognosen sind düster: mindestens anderthalb Jahre, bis sie wieder vollumfänglich fit ist – selbst ohne intensives Training. Die US-Amerikanerin, die nach einer Pause von über fünf Jahren in den Weltcup zurückkehrte, steht vor einer emotionalen Zerreißprobe. Eine Entscheidung für oder gegen ein Comeback ist ihr derzeit schlichtweg „nicht möglich“.

Doch es ist nicht nur der körperliche Schmerz, der Vonn zu schaffen macht. Die Erkenntnis, dass sie den Sturz „glücklicherweise“ überlebt hat, hat tiefe Spuren hinterlassen. „In dieser Hinsicht ist es eine ganz andere Verletzung – was den Schweregrad angeht und die Erkenntnis, dass ich mein Bein hätte verlieren können und wie schlimm die Lage war“, erklärte sie. Ihre Karriere ist geprägt von zahlreichen Verletzungen, darunter ein Unterarmbruch, Knieprobleme, die eine Teilprothese im rechten Knie erforderten, sowie eine mehrfache Fraktur des Schienbeinkopfes. Doch Cortina bedeutete eine neue Dimension.

„Das risiko nehme ich immer gerne“: vonn blickt zurück und nach vorn

„Das risiko nehme ich immer gerne“: vonn blickt zurück und nach vorn

Trotz der immensen Herausforderungen bereut Vonn ihr Comeback nicht. „Abfahrtsport ist eine der gefährlichsten Sportarten der Welt. Das ist ein Risiko, das ich immer gerne eingegangen bin, und das ist das Ergebnis“, sagte sie mit einem Hauch von Resignation. Die Vorbereitung auf ihre Rennen hatte stets oberste Priorität. „Ich möchte keine zweite Chance“, betonte sie, ein Ausdruck der Entschlossenheit und des unbedingten Willens, das Beste aus ihrer Karriere herauszuholen.

Die Skigemeinde blickt gespannt auf die weitere Entwicklung. Ein Comeback im Winter 2027/28 ist zwar denkbar, aber noch lange nicht in Stein gemeißelt. Vieles hängt von der erfolgreichen Operation am Kreuzband und der anschließenden Rehabilitation ab. Ob die „Skikönigin“ ihre Rückkehr auf die Piste plant oder endgültig einen Schlussstrich zieht, bleibt vorerst offen – ein Kapitel, das noch geschrieben werden muss.