Lindkvist-flötten demontiert die konkurrenz – dsv-team chancenlos
Ein furioser Start in die Junioren-WM in Oberland! Philip Lindkvist-Flötten aus Schweden hat im Einzelwettbewerb eine beeindruckende Vorstellung abgeliefert und sich den Titel gesichert. Eine fehlerfreie Leistung am Schießstand katapultierte ihn auf das oberste Treppchen. Das deutsche Team hingegen bleibt hinter den Erwartungen zurück.

Die enttäuschende performance der deutschen biathleten
Lukas Tannheimer, bester deutscher Athlet, konnte sich lediglich Platz 20 sichern. Ein deutliches Zeichen dafür, dass die deutsche Mannschaft an diesem Tag nicht in Form war. Der jüngere Bruder von Julia Tannheimer, die erst kürzlich bei den Olympischen Winterspielen antrat, haderte nach dem Rennen mit seinen fünf Fehlern. „Ich kann mir diese Fehler nicht erklären“, äußerte er frustriert im Interview mit der Sportschau. Korbi Kübler, mit sechs Fehlern auf Rang 25, konnte ebenfalls nicht überzeugen. Die vier Fehler beim ersten Schießen waren wohl der Knackpunkt.
Clemens Böhme (Platz 39, 7 Fehler) und Luc Richter, der kurzfristig für den erkrankten Karl Julian Schütze ins Team rückte, blieben ebenfalls weit hinter den Medaillenrängen zurück. Richter belegte Platz 47. Im Jugend-Einzel gab es zumindest eine bessere Leistung, aber auch Björn Hederich verpasste das Podest knapp.
Für Lindkvist-Flötten war der Sieg der perfekte Auftakt in die WM. Der Schwede hatte bereits im IBU-Cup mit einem Podium für Aufsehen gesorgt und scheint in bestechender Form zu sein. Bis zum 8. März hat er noch die Möglichkeit, weitere Medaillen zu sammeln. Die Rennen der Junioren-WM werden live auf HBO Max übertragen.
Es ist bemerkenswert, dass Lindkvist-Flötten seine starke Leistung trotz des hohen Drucks und der anspruchsvollen Bedingungen abrufen konnte. Seine Konzentration und Präzision am Schießstand waren schlichtweg herausragend. Im Gegensatz dazu wirkte das deutsche Team verkrampft und nervös. Die fehlende Souveränität und die zahlreichen Fehler am Schießstand kosteten sie letztendlich den Anschluss an die Spitze.
Die WM in Oberland hat gezeigt, dass die Konkurrenz im Juniorenbereich enorm groß ist. Die deutschen Biathleten müssen an ihren Schwächen arbeiten und ihre Leistung stabilisieren, um in Zukunft wieder erfolgreich zu sein. Der Rückstand auf die Weltspitze ist momentan einfach zu groß. Die Diskrepanz zwischen dem schwedischen Triumph und dem deutschen Debakel ist erschreckend und verlangt nach einer schonungslosen Analyse.
