Lilli tagger: das tennis-wunder aus österreich verzaubert sinner!

Linz – Die Tenniswelt staunt: Lilli Tagger, gerade erst 18 Jahre alt, sorgt als jüngste Spielerin der Top 100 für Furore. Ihr Aufstieg ist rasant, ihre Leistungen beeindrucken – und selbst Jannik Sinner ist begeistert. Der Viertelfinaleinzug beim Heimturnier in Linz war erst der jüngste Coup dieser außergewöhnlichen Athletin.

Von obertirol an die spitze: taggers kometenhafter aufstieg

Es ist eine Erfolgsgeschichte, die das österreichische Tennis seit Jahren nicht mehr erlebt hat. Lilli Tagger, die aus dem beschaulichen Obertirol stammt, hat in kürzester Zeit die Herzen der Fans erobert. Der Sieg über Paula Badosa, ehemalige Weltranglistenzweite, im Viertelfinale von Linz war ein echtes Statement. Auch Liudmila Samsonova musste dem jungen Talent kampflos ihren Platz überlassen. Nur Anastasia Potapova konnte dem Höhenflug ein Ende bereiten.

Doch der Moment in Linz wird die junge Tagger für immer in Erinnerung behalten, wie sie selbst sagte: „Ich werde diese Wahnsinnswoche immer in meinem Herzen tragen.“

Barbara schett: „der aufgehende stern am österreichischen tennis-himmel“

Barbara schett: „der aufgehende stern am österreichischen tennis-himmel“

Die ehemalige Top-Spielerin und Eurosport-Expertin Barbara Schett sieht in Lilli Tagger eine potenzielle Nachfolgerin ihrer selbst. „Lilli hat alles, was man braucht, um an die Weltspitze zu kommen“, erklärt Schett. „Sie hat eine unglaubliche Einstellung und ihr Tennis ist technisch und taktisch lupenrein. Vor einem Jahr habe ich gesagt, dass sie in meine Fußstapfen treten wird – sofern sie von Verletzungen verschont bleibt.“

Ein besonderes Detail ist Taggers Wahl der einhändigen Rückhand, eine Variante, die im modernen Tennis selten geworden ist. „Ich habe damals mit zehn Jahren angefangen, die einhändige Rückhand zu üben, obwohl mein Trainer und Papa es nicht gut fanden“, erinnert sich Tagger. „Ich habe gewettet, dass ich ein Turnier gewinnen würde, wenn ich auf die einhändige Rückhand umstelle – und ich habe gewonnen!“

Sinner schwärmt: „eine ganz einfache gitsche mit einer guten mentalität“

Sinner schwärmt: „eine ganz einfache gitsche mit einer guten mentalität“

Doch was macht Tagger so besonders? Neben ihrem Talent und ihrer Technik scheint es vor allem ihre Mentalität zu sein, die beeindruckt. Und das hat auch Jannik Sinner erkannt. Der italienische Tennisstar, der Tagger bereits seit längerem verfolgt, bezeichnet sie als „eine ganz einfache Gitsche – ein einfaches Mädchen, das auf den Platz geht und spielt. Sie redet nicht viel und hat eine gute Mentalität. Das ist schon Gold wert.“

Tagger trainiert seit ihrem 13. Lebensjahr in Italien, unter anderem in der renommierten Tennis-Akademie von Francesca Schiavone in Varese, nahe Mailand. Hier wird nicht nur Technik trainiert, sondern auch die mentale Stärke geschult. „Gut im Tennis zu sein, reicht nicht“, lautet das Motto der Akademie.

Mit ihren Leistungen hat sich Lilli Tagger nicht nur einen Namen in der Tenniswelt gemacht, sondern auch die Qualifikation für die French Open in greifbare Nähe gerückt. Ihre Reise hat gerade erst begonnen, aber eines ist sicher: Lilli Tagger ist die Zukunft des österreichischen Tennis.