Leverkusen zerlegt arsenals eckfalle – mit der eigenen waffe
Arsenal reist nach BayArena, um sich an Standards zu messen – und kassiert Sekunden nach der Pause das 0:1 per Ecke. Die Ironie ist perfekt: Die Gunners, sonst König der Hereingaben, werden von eben jener Taktung ausgeknockt.
Nils petersen lacht laut
„Du schlägst Arsenal mit Arsenal-Mitteln“, sagt Nils Petersen im DAZN-Studio und klingt, als hätte er den Skriptautor selbst geschrieben. Der frühere Bundesliga-Torjäger spult die Szenen vor seinem inneren Auge ab: die eng getakteten Laufwinkel, das aggressive Blocken, den zweiten Pfosten, der plötzlich blank liegt. Robert Andrich nutzt die Lücke, Kopfball, 1:0. Petersens Kommentar: „Am Rande der Legalität – aber genau das macht Arsenal doch jede Woche selbst.“
Die Bank von Mikel Arteta kocht. Vierte Offizieller Daniel Schlager bekommt Besuch, die Arme flattern, Stimmen werden schrill. „Die Arsenal-Bank ist beim vierten Offiziellen. Das ist auch der Wahnsinn“, sagt Petersen und grinst, weil er weiß: Die Rechnung ging ohne den Wirt.

Die zahl, die arsenal verrät
Kein einziges Gegentor hat Leverkusen in den letzten fünf Heimspielen nach Ecke kassiert. Dagegen stehen acht eigene Treffer nach Standards in dieser Saison. Xabi Alonso hat die Statistik studiert, seine Mannschaft auf den Gegner eingestellt und die Lücke gefunden, wo sonst nur Lücken geschlossen werden. Der Trainer bleibt nach dem Schlusspfiff ruhig, fast lässig. Er weiß: Ein Hinspiel ist nur die halbe Wahrheit. Aber er weiß auch: Wer Arsenal mit dessen Lieblingswaffe trifft, der trifft auch dessen Selbstbild.
Morgen werden in London die Köpfe rauchen. Arteta wird die Ecke analysieren, die Abstimmung neu justieren, die Sprache schärfen. Doch der Schock sitzt tief. Denn wer einmal seine eigene Medizin schlucken muss, der spürt: Sie schmeckt bitter. Und sie wirkt sofort.
