Leverkusen verspielt 0:2 und 3:2 – heidenheim erkämpft 3:3 im abstiegskampf

Die Werkself schlenderte 63 Minuten auf Siegkurs, kassierte dann aber drei Gegentore gegen das Schlusslicht – und verpasst die Champions-League-Entscheidung.

Die zahlen lügen nicht: 70 % ballbesitz, 0 punkte

Die zahlen lügen nicht: 70 % ballbesitz, 0 punkte

Schon zur Pause war die Partie eigentlich gelaufen. Aleix Garcia und Patrik Schick hatten Bayer 04 mit 2:0 nach vorne geschossen, Heidenheim kam nicht einmal über die Mittellinie. Doch was danach geschah, war ein Lehrstück darüber, wie schnell Dominanz verpufft, wenn man sie nicht zur Entscheidung nutzt.

Der Umschlagpunkt war Minute 56. Hennes Behrens’ Flanke rutschte durch die gesamte Box, Mark Flekken – zurück nach Oberschenkelproblemen – sah den Ball zu spät. Der Anschlusstreffer weckte die Kraichgauer, nicht die Rheinländer. Julian Pieringer erzielte per Elfmeter das 2:2, nachdem Robert Andrich ihn von hinten umgerissen hatte. Die Führung schien wiederhergestellt, als Schick nach Ecke Nummer 17 per Kopf das 3:2 erzielte. Doch Heidenheim antwortete erneut: Pieringer stieg bei der nächsten Ecke am höchsten, köpfte das 3:3.

Leverkusen verpasst damit den Anschluss an Platz vier, steht weiter fünf Punkte hinter der Königsklasse. Für Heidenheim bedeutet der Punkt nur Statistik: 15 Zähler, Sechs-Punkte-Abstand zum Relegationsplatz, fünf Spieltage noch. Die Rechnung bleibt düster, der Kampf geht weiter.

Nächste Woche gastiert Heidenheim bei Borussia Mönchengladbach – ein letztes Aufbäumen vor dem drohenden Abstieg. Leverkusen empfängt den VfL Wolfsburg, der nach der 1:4-Pleite in Bremen selbst am Abgrund steht. Wenn die Werkself auch dort die Chancen verstreichen lässt, fliegt sie aus dem internationalen Geschäft. Die Uhr tickt – und die Konkurrenz wartet nicht mehr.