Leverkusen: hürzeler und glasner im rennen – hjulmand steht vor abschied?
Bayer Leverkusen steht vor einem entscheidenden Sommer. Nach der verkündung, dass Xabi Alonso trotz lukrativer Angebote bleibt, zeichnet sich nun ab, dass die Werkself personell umbauen könnte – und zwar auf der Trainerbank. Während die Länderspielpause traditionell genutzt wird, um die Weichen für die nächste Saison zu stellen, könnte Kasper Hjulmand nach nur einer Saison das Ruder abgeben. Der dänische Trainer hat zwar solide gearbeitet, doch das ambitionierte Ziel der Vereinsführung, 2028 wieder um die Meisterschaft zu kämpfen, scheint mit der aktuellen Entwicklung nicht in Einklang zu stehen.

Zwei heiße kandidaten auf der liste
Laut Informationen von Sport BILD hat Bayer Leverkusen bereits zwei klare Favoriten für die Nachfolge Hjulmands identifiziert: Fabian Hürzeler, der junge Coach vom Premier-League-Klub Brighton, und der erfahrene Oliver Glasner. Beide Namen waren in der Vergangenheit bereits in Leverkusen gehandelt, nun rücken sie wieder stärker in den Fokus.
Glasner als Kader-Optimierer: Der Österreicher, der Crystal Palace zum Saisonende verlässt, gilt als Meister der Kaderentwicklung. Er besitzt die Fähigkeit, das Potenzial seiner Spieler voll auszuschöpfen, wie seine Erfolge mit Wolfsburg (Champions-League-Qualifikation 2021), Eintracht Frankfurt (Europa-League-Sieg 2022) und eben Crystal Palace (FA-Cup 2025) eindrucksvoll beweisen. Seine Arbeitsweise könnte genau das sein, was Bayer Leverkusen im Hinblick auf die anspruchsvolle Zielsetzung benötigt.
Hürzeler: Der Spieler-Entwickler: Der 33-jährige Hürzeler hat bei St. Pauli innerhalb kürzester Zeit eine bemerkenswerte Entwicklung vollzogen und den Verein von der zweiten Liga in die Bundesliga geführt. Seine Expertise in der individuellen Förderung von Talenten und der Schaffung einer funktionierenden Mannschaftseinheit macht ihn zu einem äußerst interessanten Kandidaten. Die Tatsache, dass er in Brighton eine Ausstiegsklausel von unter 15 Millionen Euro besitzt, macht den Deal für Bayer noch attraktiver.
Der Preis- und Willensfaktor: Die Ablösesumme für Hürzeler soll im Sommer deutlich unter den ursprünglich geforderten 20 Millionen Euro liegen. Zudem soll der junge Coach bereits signalisiert haben, dass er in der kommenden Saison international spielen möchte – ein Kriterium, das Bayer Leverkusen mit der erneuten Qualifikation für die Champions League erfüllen könnte.
Ein Poker um die Zukunft: Obwohl Hjulmand aktuell das Team trainiert, gilt eine Trennung im Sommer als sehr wahrscheinlich. Die Verantwortlichen um Sportchef Simon Rolfes und Vorstandssprecher Fernando Carro dürften die Gespräche mit beiden Kandidaten intensivieren. Die Entscheidung wird entscheidend sein für die weitere Entwicklung des Vereins und den Weg zurück an die Spitze des deutschen Fußballs.
Die Saison 2024/2025 wird zeigen, ob Bayer Leverkusen mit seiner Strategie den erhofften Erfolg erzielen kann. Ein Umbruch steht bevor, und die Wahl des richtigen Trainers wird dabei eine Schlüsselrolle spielen.
