Levante vor dem aufstieg: castro warnt vor selbstgefälligkeit!

Valencia bebt! Der Levante steht kurz vor dem Klassenerhalt in der spanischen Liga, ein Szenario, das vor Saisonbeginn wohl kaum jemand für möglich gehalten hätte. Doch die Mannschaft von Luís Castro hat sich überraschend stark präsentiert und nun die Chance, die Rettung selbst in die Hand zu nehmen – ein letztes Spiel gegen den formstarken Real Betis steht noch an.

Castro: konzentration ist trumpf

Castro: konzentration ist trumpf

Der portugiesische Trainer betonte im Vorfeld des entscheidenden Duells, dass seine Mannschaft voll fokussiert sei. „Wir schauen nicht auf Kombinationsmöglichkeiten, sondern konzentrieren uns auf unsere eigene Leistung“, erklärte Castro. Die Spieler wüssten, dass sie ihre Aufgabe erfüllen müssten, um den erhofften Verbleib in der Liga zu sichern. Ein psychologischer Faktor, den Castro besonders hervorhebt: „Wenn man auf die Ergebnisse anderer angewiesen ist, kann man leicht den Überblick verlieren.“

Personell sieht es vor dem Auswärtsspiel in Sevilla nicht ganz rosig aus. Víctor García fällt verletzungsbedingt aus, während Jeremy Toljan fraglich ist. „Víctor wird nicht dabei sein. Toljan ist möglich, aber wir müssen abwarten“, so Castro.

Die Stärke des Teams liegt in der Mentalität. Castro lobte die Einstellung seiner Spieler und betonte, dass er als Trainer privilegiert sei, seine Leidenschaft zum Beruf gemacht zu haben. „Ich bin ein Glückspilz, weil ich bezahlt werde, um das zu tun, was ich am liebsten mag“, sagte er. Die Unterstützung der Fans brauche er nicht erst zu erwähnen, und die Spieler würden „ihr Leben“ für den Verein geben.

Doch Castro warnt vor zu großem Optimismus. „Es ist verlockend, zu denken, dass die Aufgabe bereits erledigt ist. Aber wir müssen wachsam bleiben. Wir wurden schon einmal unterschätzt, und wir dürfen nicht den Fehler begehen, uns selbst überschätzen.“

Das Hinspiel gegen Betis endete 1:1, doch Castro weiß, dass die Situation nun eine andere ist. Der Gegner hat durch die Teilnahme am europäischen Wettbewerb eine Rotation der Mannschaft vorgenommen, was ihm jedoch nicht die Qualität nimmt. „Der Betis hat viele Spieler ausgetauscht, aber das ist nichts Neues. Sie haben bewiesen, dass sie auch mit wechselnden Besetzungen erfolgreich sein können.“

Die Reise nach Sevilla wird mit dem gesamten Kader angetreten. Einziger Wermutstropfen: Der gesperrte Brugué fällt aus. „Ich gehe davon aus, dass Brugué nicht spielen wird. Er ist momentan gesperrt, und das ist für mich bindend.“

Die Spannung ist greifbar. Der Levante hat die Chance, die Geschichte zu schreiben. Doch Castro mahnt zur Ruhe und Konzentration. Denn nur mit voller Entschlossenheit und dem Glauben an die eigene Stärke kann der ersehnte Klassenerhalt erreicht werden.