Levante: castro holt etwas auf – reicht das zum klassenerhalt?
Die Situation im Abstiegskampf der Primera División ist ernst, aber am späten Wochenende gab es zumindest einen Hoffnungsschimmer für die Fans von Levante UD. Nach 14 Spieltagen zeichnetsich unter Trainer Luís Castro eine leichte Trendwende ab, doch ob diese ausreicht, um den drohenden Abstieg in die Segunda División abzuwenden, ist fraglich.

Ein vergleich wirft neues licht auf die misere
Vergleiche sind oft zweischneidig, doch in diesem Fall offenbaren sie eine interessante Dynamik. Castro hat nun 14 Spiele auf dem Buckel, genau wie sein Vorgänger Julián Calero diese Saison. Die Bilanz stimmt: Castro konnte bereits 16 Punkte sammeln, fünf mehr als Calero zu Beginn der Saison. Doch die Tabelle lügt nicht: Beide Trainer haben bisher nicht den entscheidenden Unterschied gemacht, um Levante vor dem Abgrund zu bewahren.
Castro notierte vier Siege – gegen Sevilla FC, Elche CF, Deportivo Alavés und Real Oviedo – vier Unentschieden und sechs Niederlagen. Das bedeutet einen Punkteschnitt von 1,14 pro Spiel, fast das Doppelte von Caleros mageren 0,29 Punkten. Calero, der den Aufstieg in die erste Liga maßgeblich mitgestaltete, konnte lediglich zwei Siege gegen Girona und Real Oviedo feiern, hinzu kamen drei Unentschieden und neun deutliche Niederlagen – fünf davon im heimischen Ciutat de Valencia. Am Ende seiner kurzen Amtszeit rang Levante mit nur neun Punkten auf dem drittletzten Platz.
Der kurze Intermezzo von Del Moral am Trainerbank brachte keine Besserung, sondern verschlimmerte die Lage. Aktuell befindet sich Levante mit fünf Punkten Abstand auf dem rettenden Ufer in der Gefahrenzone. Die Verbesserung im Punkteschnitt unter Castro ist unbestreitbar, doch die Defensive muss dringend stabiler werden. Die Gegentore häufen sich, und es fehlt die Konstanz, um regelmäßig Punkte zu holen. Es bleibt abzuwarten, ob Castro in der Lage sein wird, das Team entscheidend zu stabilisieren und das Ruder herumzureißen. Denn die Zeit drängt, und die Konkurrenz schläft nicht.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Der Weg zur Rettung ist steinig und wird einiges an Durchhaltevermögen und taktischer Finesse erfordern. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, und Levante muss jetzt liefern.
