Lesnar beendet undertakers "streak": ein trauma für die wrestling-legende?

Vor zwölf Jahren erschütterte ein Moment die Wrestling-Welt: Brock Lesnar besiegte The Undertaker bei WrestleMania 30 und beendete damit dessen legendäre Siegesserie von 21 Jahren. Was damals als spektakulärer Moment gefeiert wurde, offenbarte sich im Nachhinein als traumatische Erfahrung für den "Deadman".

Ein unerwartetes ende und eine schwere verletzung

Am 6. April 2014 endete die "Streak", ein Begriff, der in der Wrestling-Szene für Respekt und Ehrfurcht stand. Doch der Sieg Lesnars war alles andere als ein sauberer Triumph. Der Undertaker erlitt bereits wenige Minuten nach Beginn des Matches eine schwere Kopfverletzung, die sich später als Gehirnerschütterung herausstellte. Eine unscheinbare Beinfeger-Technik Lesnars außerhalb des Rings hatte verheerende Folgen. Die Verletzung beeinträchtigte seine Leistungsfähigkeit massiv, und das Match verlief weit unter dem üblichen Niveau der Kämpfe, die der Undertaker in seiner Karriere bestritten hatte.

Die bittere wahrheit hinter den kulissen

Die bittere wahrheit hinter den kulissen

Was die Fans im Superdome von New Orleans nicht sahen, war das eigentliche Drama hinter den Kulissen. Der Undertaker musste in einer Ambulanz ins Krankenhaus gebracht werden, während Lesnar und Vince McMahon, der damalige WWE-Boss, ihm nachfuhren. Fünfeinhalb Jahre später schilderte der Undertaker in einem Interview mit "Stone Cold" Steve Austin das Ausmaß des Schocks: Er habe sich an nichts mehr erinnern können – weder an den Kampf selbst noch an die Stunden davor. Seine letzte Erinnerung sei ein Gespräch mit seiner Frau Michelle McCool um 15:30 Uhr gewesen. Das nächste, woran er sich erinnerte, waren die Morgenstunden im Krankenhaus, wo er seinen Namen und sogar seinen Geburtstag vergessen hatte.

Mcmahons entscheidung und ein verpasster moment

Mcmahons entscheidung und ein verpasster moment

Die Frage, wer letztendlich die Entscheidung traf, die "Streak" zu beenden, wurde erst später geklärt. Zunächst hieß es, der Undertaker selbst habe den Wunsch geäußert, seine Serie zu beenden und Lesnar als Sieger ausgewählt. Doch McMahon widersprach dieser Darstellung und erklärte, dass die Entscheidung von ihm kam. Er argumentierte, dass der Undertaker immer selbstlos gehandelt habe und dass Lesnar zu diesem Zeitpunkt am meisten davon profitieren konnte. „Man muss manchmal schwere Entscheidungen treffen. Das ist mein Job. Und ich glaube, ich habe den richtigen Entschluss zum richtigen Zeitpunkt gefällt“, so McMahon.

Ein wunsch, der unerfüllt blieb

Ein wunsch, der unerfüllt blieb

Im Nachhinein äußerte der Undertaker den Wunsch, dass Roman Reigns, ein jüngerer Topstar, die "Streak" gebrochen hätte. Trotz des traumatischen Erlebnisses setzte der Undertaker seine Karriere fort, kehrte jedoch mehrfach in die Ringe zurück, um sich erneut mit Lesnar zu messen. Diese Matches waren zwar von höherer Qualität als das WrestleMania-Debakel, konnten jedoch das Trauma des ersten Duells nicht auslöschen. Das Erlebnis wirkte nachhallend, bis hin zur WWE-Doku "Undertaker: The Last Ride“, die die Zweifel und die Notwendigkeit der Motivation durch Triple H hinter den Kulissen dokumentierte.

Heute ist der 61-jährige Undertaker hinter den Kulissen aktiv, während Brock Lesnar möglicherweise bei der diesjährigen WrestleMania seinen Abschied nimmt. Die "Streak" bleibt ein kontroverses Thema – ein Moment, der die Wrestling-Geschichte für immer veränderte und die Karriere einer Legende nachhaltig beeinträchtigte.