Lemgo verliert erneut: chancenlos gegen melsungen!

Die TSV Pelkum Sportwelt vermeldet eine bittere Heimniederlage: Der TBV Lemgo Lippe patzte am Samstagabend gegen die MT Melsungen und verpasste den ersten Sieg in der Handball-Bundesliga seit einigen Wochen. Vor 4.520 Zuschauern endete das Spiel mit 26:27 (15:13) – ein Rückschlag im Kampf um die begehrten Europapokalplätze.

Ein schwaches startsignal und eine verlorene führung

Der Start ins Spiel deutete auf einiges Hoffnungsvolles hin. Lemgo agierte zunächst beeindruckend und ging in den ersten sieben Minuten führungsfrei in die Partie. Doch dieser anfängliche Schwung verpuffte zusehends. Bis zur 33. Minute behielt Lemgo die Kontrolle, bevor Melsungen erstmals die Oberhand übernahm und die Weichen für den knappen Sieg stellte.

Die Schlussphase war von einem intensiven Kampf geprägt, in dem beide Teams um jeden Ball kämpften. Melsungen übernahm stets die Führung, während Lemgo versuchte, mitzuhalten. Ein Hoffnungsschimmer glühte auf, als Joel Willecke in der 58. Minute zum 26:26 ausglich. Doch Aaron Mensing antwortete prompt für Melsungen, und obwohl Lemgo die Chance auf den Ausgleich durch einen Siebenmeter hatte, scheiterte Samuel Zehnder 25 Sekunden vor Schluss – eine entscheidende Szene, die das Schicksal des Spiels besiegelte.

Die Torjäger: Mensing war mit neun Treffern der erfolgreichste Werfer der Gäste. Bei Lemgo glänzten Versteijnen und Jan Mudrow mit jeweils fünf Toren. Die Torhüter auf beiden Seiten lieferten starke Leistungen ab: Constantin Möstl (Lemgo) und Nebojsa Simic (Melsungen) wehrten jeweils 13 Schüsse ab.

Doppelpack gegen berlin und dhb-pokal: jetzt zählt die reaktion

Doppelpack gegen berlin und dhb-pokal: jetzt zählt die reaktion

Für Lemgo gilt es nun, sich schnell von dieser Enttäuschung zu erholen. Als Nächstes empfangen die Lipper nächste Woche Sonntag die Füchse Berlin zum Ligaspiel. Bereits sechs Tage später treffen sie im Halbfinale des DHB-Pokals in Köln erneut auf die Hauptstädter. Ein brisanter Doppelpack also, der Lemgo vor eine enorme Herausforderung stellt.

Rückschlag durch gerichtsentscheidung: kampf um die europapokalplätze erschwert

Rückschlag durch gerichtsentscheidung: kampf um die europapokalplätze erschwert

Die Lage für Lemgo wird zusätzlich dadurch kompliziert, dass eine Entscheidung des DHB-Bundessportgerichts den Hoffnungen des Teams einen Dämpfer verpasste. Nach der 30:32-Niederlage bei den Rhein-Neckar Löwen war die HBL ursprünglich zu einem Punktabzug gekommen, da ein nicht eingesetzter Spieler des Gegners nicht über die notwendige Anti-Doping-Schiedsvereinbarung verfügte. Das Gericht hat diese Wertung jedoch aufgehoben, was Lemgos Kampf um die Qualifikation für den Europapokal erheblich erschwert. Gegen diese Entscheidung kann noch Revision eingelegt werden – ein offener Kampf also, dessen Ausgang noch ungewiss ist.