Lemgo lippe verpasst europa: dramatisches ende gegen melsungen!
Ein Herzschlag war es, der sich in eine bittere Niederlage verwandelte: Der TBV Lemgo Lippe ist am Sonntag knapp mit 26:27 gegen die MT Melsungen untergegangen und hat damit die Chancen auf die europäischen Plätze in der Handball-Bundesliga deutlich verschlechtert. Die Spannung im Europakrimi war kaum auszuhalten, das Ergebnis: Enttäuschung pur für die Lipper.
Kurioser spielbeginn verzögert das duell
Schon vor dem Anpfiff sorgte ein ungewöhnlicher Zwischenfall für Gesprächsstoff: Eine Beschädigung am Tornetz erforderte eine kurzfristige Reparatur mittels Kabelbindern. Die Verzögerung war zwar gering, doch sie trug zur aufgeladenen Atmosphäre bei. Lemgo erwischte einen furiosen Start und führte nach 17 Minuten mit 6:10. Doch Melsungen kämpfte sich zurück ins Spiel, wobei die körperliche Härte der Gäste immer mehr an Bedeutung gewann. Lemgos Rhythmus war sichtlich gestört.
Hendrik Wagner, einer der Leistungsträger des TBV, sprach von einer „extremen Enttäuschung“. „Ich muss mir selbst an die Nase fassen – ganz, ganz schlecht im Abschluss heute von mir!“, gab der 28-Jährige ehrlich zu. Seine Wurfquote von nur 29 Prozent unterstreicht diese Aussage. Zwei seiner sieben Würfe fanden ihr Ziel – zu wenig für einen Spieler seiner Klasse.

Europa-angst bei lemgo – wagner übernimmt verantwortung
Die Niederlage wirft einen langen Schatten auf Lemgos Ambitionen. Die Angst vor dem verpassten Europapokal ist spürbar. Doch der Rückraumspieler Wagner sieht die Sache pragmatisch: „Wir machen uns nicht zu viel Kopf. Wir spielen eine sehr gute Saison und arbeiten hart.“ Die MT Melsungen rückt durch den Auswärtssieg auf drei Punkte an Lemgo heran und hält damit eigene Europa-Hoffnungen am Leben.
Es war ein Spiel voller Dramatik, in dem sich beide Mannschaften nichts schenkten. Melsungen nutzte Lemgos Fehler eiskalt aus und setzte den Sieg mit einem Kraftakt fest. Die letzten Sekunden waren nervenaufreibend: Bei einem knappen Rückstand von einem Tor versuchte Ruben Marchan den Ausgleich, scheiterte aber an TBV-Keeper Constantin Möstl. Melsungen holte sich den Ball zurück und ließ die Zeit ablaufen.
Lemgo mag zwar die aktuelle Niederlage als Pech empfinden, doch die Wahrheit ist: Es gilt, die Lehren aus diesem Spiel zu ziehen und sich neu zu fokussieren. Denn der Kampf um die internationalen Plätze ist noch lange nicht entschieden.
