Le-mans-qualifying: dramatischer wechsel an der spitze – bmw holt die pole!
Die 24 Stunden von Le Mans haben bereits vor dem Start für Aufsehen gesorgt: Nach einem kurzen Zwischenstand, in dem Cadillac die Pole-Position beanspruchen konnte, sicherte sich das BMW #15 Team mit Vanthoor, Magnussen und Marciello am Ende doch noch der verdiente Startplatz ganz vorne. Ein Rennen, das sich anscheinend auch abseits der Strecke abspielen wird.
Ein fehlstart kostet cadillac die führung
Cadillac hatte zunächst die schnellste Runde erzielt und somit die Pole-Position in den Händen, doch ein verhängnisvoller Fehler im Boxenbereich während des Qualifyings riss das Team aus den Träumen vom Start ganz vorne heraus. Der amerikanische Hersteller verpasste den perfekten Moment und musste den Vortritt an die Konkurrenz überlassen. Die Entscheidung fiel haarscharf: nur fünf Tausendstelsekunden trennten den BMW vom Cadillac #38, der kurz zuvor noch die Bestmarke im LM Hypercar unterboten hatte – eine unglaubliche Spannung!

Genesis überrascht mit starker leistung
Während die etablierten Kräfte im Duell rangen, sorgte Genesis für eine echte Überraschung. Die koreanischen Rennfahrer qualifizierten sich nicht nur für die Hyperpole, sondern kämpften dort überraschend um die Pole-Position. Der sechste Platz des GMR-001 #19, gefahren von Juncadella, Jaminet und Chatin, ist ein echter Triumph für die Rookie-Mannschaft und ein Versprechen für die Rennwoche.
Ein Blick auf die Fahrer: Der Spanier Alex Riberas im Aston Martin #009 musste sich mit dem siebten Platz begnügen, obwohl sein Team in einer Wettlauf gegen die Zeit den Motor austauschen musste. Ferrari hingegen hatte einen schwierigen Tag, konnte sich mit dem #51 zwar für die Hyperpole 2 qualifizieren, doch das Schwesterteam #50 landete nur auf dem zwölften Platz. Erwartungsgemäß blieben Toyota den Konkurrenten hinterher, mit Rang 14 und 15.

Das starterfeld im überblick
Das Rennen verspricht spannend zu werden, denn die Konkurrenz zwischen amerikanischen und deutschen Teams ist spürbar. Die Reihenfolge des Starterfeldes für die 24 Stunden von Le Mans sieht wie folgt aus:
- Magnussen - Marciello - Vanthoor (BMW)
- Delétraz - Stevens - Nato (Cadillac)
- Da Costa - Milesi - Habsburg (Alpine)
- Frijns - Rast - Van der Linde (BMW)
- Taylor - Taylor - Albuquerque (Cadillac)
- Jaminet - Chatin - Juncadella (Genesis)
- Riberas - Sørensen - De Angelis (Aston Martin)
- Pier Guidi - Calado - Giovinazzi (Ferrari)
- Lotterer - Derani - Jaubert (Genesis)
- Bourdais - Bamber - Aitken (Cadillac)
Die LMP2-Klasse wurde von Esteban Masson dominiert, der im Team von Olivier Panis eine bemerkenswerte Leistung zeigte und sich die Pole-Position sicherte. In der LMGT3-Klasse triumphierte Matia Drudi im Aston Martin, der die Konkurrenz von Ferrari und Lexus hinter sich ließ.
Die Ausgangslage für das Rennen ist klar: Ein intensiver Kampf um die Spitze ist zu erwarten, bei dem nicht nur die erfahrenen Teams, sondern auch die Überraschungsmannschaften von Genesis eine wichtige Rolle spielen werden. Ob BMW seine Pole-Position in einen Sieg verwandeln kann, wird sich zeigen.
