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Leichtathletik-EM 2026: Frauen-Staffel verpasst Finale nach Verletzung

München – Desaster für die deutsche Frauen-Staffel um Gina Lückenkemper: Nach einem verunglückten letzten Wechsel zwischen der dabei verletzten Sophia Junk und Lückenkemper hat das DLV-Quartett das EM-Finale über 4x100 m verpasst. Junk erreichte mit dem Stab Schlussläuferin Lückenkemper nicht mehr, sodass die deutsche Staffel nicht ins Ziel kam.

Verletzung beim Wechsel führt zum Aus

“In dem Moment, in dem ich Gina das Staffelholz geben wollte, hat es mir hinten links in den Oberschenkel hineingezogen”, erklärte Junk im “ZDF”. “Da habe ich automatisch einen Sprung nach rechts gemacht. Dadurch konnte ich das Holz nicht mehr druckvoll übergeben, und da war es dann zu spät.”

Schon 2024 in Rom hatte die Sprintstaffel als Finalvierte eine Medaille verpasst. 2022 wurde Deutschland in Birmingham Europameister, aus diesem Quartett waren noch Rebekka Haase und Lückenkemper dabei.

Männerstaffel im Finale

Männerstaffel im Finale

Auch ohne den frischgebackenen 200-m-Europameister Owen Ansah liefen die deutschen Männer sicher ins Finale und gehen dort am Samstagabend (22:33 Uhr live bei Eurosport und HBO Max) als Medaillenkandidaten an den Start. Das Quartett mit Kevin Kranz, Marvin Schulte, Heiko Gussmann und Lucas Ansah-Peprah lief in 38,57 Sekunden die drittbeste Vorlaufzeit.

Ansah unterstützt sein Team trotz drohender Sanktionen im Zuge einer Affäre um einen nicht vollzogenen Dopingtest von der Seitenlinie aus. Seine Ergebnisse könnten nachträglich gestrichen werden, was auch einem deutschen Quartett eine mögliche Medaille kosten würde. Er war aber im Stadion und unterstützte seine Teamkollegen: “Die Jungs sind gut drauf, ich traue ihnen auf jeden Fall eine Medaille zu.”