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Leichtathletik: Owen Ansah soll nach verweigertem Dopingtest vier Jahre gesperrt werden

Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) fordert eine vierjährige Sperre für den deutschen 100-m-Rekordhalter Owen Ansah, nachdem er Anfang Juli einer Dopingprobenabgabe verweigert hatte. Dies teilte die NADA am Freitag mit.

Wird der Sanktionsvorschlag akzeptiert, reduziert sich die Sperre automatisch auf drei Jahre. Ansah (25) hatte einem NADA-Kontrolleur die Abgabe einer Probe verweigert. Er hatte im Juni die deutsche 100-m-Bestmarke auf 9,98 Sekunden verbessert.

Verstöße gegen Anti-Doping-Bestimmungen festgestellt

Verstöße gegen Anti-Doping-Bestimmungen festgestellt

Die NADA leitete daraufhin ein Verfahren wegen eines möglichen Verstoßes gegen Anti-Doping-Bestimmungen ein. Im sportrechtlichen Ergebnismanagementverfahren wurden Verstöße gegen den Anti-Doping-Code des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) und Artikel 2.3 des Nationalen Anti-Doping Codes (Weigerung oder Unterlassen, sich einer Probenahme zu unterziehen) festgestellt.

Ansah wurde von der NADA wenige Tage vor Beginn der EM in Birmingham (10. bis 16. August) nicht vorläufig suspendiert. Die Sperre beginnt mit dem Tag der finalen Entscheidung der NADA oder eines Disziplinarorgans, oder dem Tag, an welchem die vorgeschlagene Sperre akzeptiert wurde.

Zudem sollen alle Wettkampfergebnisse Ansahs, der zuletzt in Wattenscheid zum DM-Titel gesprintet war, im Zeitraum vom 9. Juli bis zum Beginn einer vorläufigen Suspendierung oder Sperre annulliert werden.

Ansah hat nun 20 Tage Zeit, die Feststellungen der NADA zu akzeptieren oder die Einleitung eines Disziplinarverfahrens beim Deutschen Sportschiedsgericht (DIS) zu verlangen.