Lebron james: der beweis, dass basketball-gesetze gebrochen werden können!

Los Angeles – Die Basketballwelt hatte die Lakers nach einer Saison voller Verletzungen und Turbulenzen schon abgeschrieben. Doch dann kam Game 1 gegen Houston, ein Spiel, das eine Frage beantwortete: Kann ein 41-jähriger LeBron James seine Mannschaft noch in die Playoffs führen? Und kann er dabei besser sein als viele erste Optionen in der Liga?

Ein vater, eine legende, ein rekord

Der Moment, als LeBron und sein Sohn Bronny gemeinsam auf dem Court standen, war mehr als nur ein historischer Augenblick. Es war das erste Mal in der NBA-Geschichte, dass ein Vater und Sohn gleichzeitig für dasselbe Team spielten. James selbst nannte es „wahrscheinlich das Verrückteste, was mir in meiner Karriere jemals passiert ist“ – und das von einem Mann, der eine Karriere voller unglaublicher Momente erlebt hat. Aber auch vor diesem Moment hatte James bereits Geschichte geschrieben: Acht Assists ohne Turnover im ersten Viertel – ein Karriere-High in den Playoffs. Das ist eine Leistung, die in Kontrast zu den „Rekorden“ steht, die man andernorts findet, wie Neemias Quetas fünf Punkten im ersten Viertel der Celtics-Sixers-Serie.

LeBron ist mehr als nur ein Spieler; er ist eine Konstante. Er absolvierte sein 293. Playoff-Spiel, mehr als viele ganze Franchises existieren. Und er tut dies, obwohl alle NBA-Gesetze besagen sollten, dass er längst im Ruhestand sein sollte.

Von der dritten geige zum anführer

Von der dritten geige zum anführer

Die Saison der Lakers war alles andere als geradlinig. Nach einer beeindruckenden Phase mit 15 Siegen aus 17 Spielen, in der sich die Rollen zwischen Luka Doncic, Austin Reaves und James klar definiert hatten, folgten schmerzhafte Rückschläge. Die Verletzungen von Doncic und Reaves vor dem Beginn der Serie gegen Houston stellten die Lakers vor eine gewaltige Herausforderung. James übernahm die Rolle des Anführers, spielte effizient und trug mit Rebounds und Assists maßgeblich zum Erfolg bei. Seine Bereitschaft, sich zurückzunehmen und eine unterstützende Rolle zu akzeptieren, war entscheidend für den Erfolg der Mannschaft.

„Er braucht niemanden, der ihm irgendetwas sagt“, sagte Marcus Smart nach dem Spiel. „Er weiß genau, wann die Zeit reif ist, um loszulegen, und er kann diesen Schalter umlegen wie niemand sonst.“

Game-manager statt superstar

Game-manager statt superstar

Im ersten Spiel gegen Houston zeigte James, dass er sich angepasst hat. Er punktete effizient (19 Punkte), verteilte 13 Assists und kontrollierte das Spiel mit seiner Erfahrung. Seine Spielweise hat sich verändert: Weniger dynamische Drive-and-Kicks, stattdessen mehr Spiel mit dem Rücken zum Korb, Turnaround-Jumper und Hakenwürfe. Er ist ein Game-Manager, ein Dirigent, der seine Mitspieler in Szene setzt und selbst dann noch solide Abschlüsse findet, wenn die Hilfe ausbleibt. Sein Chasedown-Block gegen Thompson war ein Beweis dafür, dass die alten Superkräfte noch immer vorhanden sind, wenn auch dosiert eingesetzt.

Ungewissheit und hoffnung

Ungewissheit und hoffnung

Die Lakers gewannen Game 1, aber der Sieg war fragil. 18 Turnover, 21 Offensiv-Rebounds zugelassen und 27 Würfe weniger als Houston – das sind Faktoren, die nicht replizierbar sein müssen. Die Rückkehr von Kevin Durant zu den Rockets und die mögliche Rückkehr von Doncic und Reaves könnten die Serie dramatisch verändern. Doch solange LeBron James auf dem Court steht, gibt es Hoffnung.

Die Pausen zwischen den Spielen könnten für James von Vorteil sein, und seine Teamkollegen sind sich einig: Er wird seine Mannschaft überraschen. Vielleicht ist dies die letzte Chance für James, sein Team auf seinen Schultern zu tragen. Aber eines ist sicher: Seine Karriere ist ein Beweis dafür, dass Basketball-Gesetze gebrochen werden können, und dass ein 41-jähriger Mann immer noch in der Lage ist, Geschichte zu schreiben.