Leapmotor c10 reev: der chinesische überraschungskandidat erobert europa!

Während sich die Autoindustrie in einem elektrischen Wettrennen befindet, scheint eine etablierte Technologie in Vergessenheit geraten: Range Extender Electric Vehicles (REEV). Doch dank des chinesischen Herstellers Leapmotor könnte diese Bauform nun eine unerwartete Renaissance erleben – und das nicht nur in Spanien, sondern zunehmend in ganz Europa. Der C10 REEV ist der Beweis dafür, dass manchmal die vermeintlich alten Wege neue Möglichkeiten eröffnen.

Ein hybrid mit ecken und kanten

Der Leapmotor C10 REEV kombiniert einen 215 PS starken Elektromotor, der die Räder antreibt, mit einem 88 PS starken Verbrennungsmotor, der lediglich als Generator fungiert. Dieser treibt die Batterie auf, wenn die elektrische Reichweite erschöpft ist. Die Batterie selbst bietet eine Kapazität von 28,4 kWh und kann an einer Haushaltssteckdose in etwa 6,6 Stunden oder an einer öffentlichen Ladestation in 64 Minuten geladen werden. Auf dem Papier klingt das nach dem Besten aus beiden Welten, doch die Realität ist komplexer.

Die frühere Skepsis gegenüber REEVs rührte daher, dass der Verbrennungsmotor, obwohl er nur zur Stromerzeugung dient, dennoch Geräusche und Vibrationen verursacht. Zudem fühlte sich die benötigte Batterie im Vergleich zu modernen, rein elektrischen Fahrzeugen oft klein an. Leapmotor scheint diese Kritikpunkte jedoch adressiert zu haben, denn der C10 REEV bietet ein deutlich verbessertes Fahrerlebnis im Vergleich zu seinen Vorgängern, wie beispielsweise dem Opel Ampera.

Alltagstauglichkeit und reichweite

Alltagstauglichkeit und reichweite

Im Alltagstest zeigte der C10 REEV eine beachtliche elektrische Reichweite von 145 Kilometern, die unter realen Bedingungen, insbesondere in städtischen Gebieten, durchaus erreichbar ist. Selbst bei ausgedehnten Fahrten in der Umgebung einer Großstadt lassen sich noch 120 Kilometer rein elektrisch zurücklegen – mehr als ausreichend für den täglichen Pendelverkehr. Auf der Autobahn sinkt die Reichweite zwar auf etwa 100 Kilometer, was aber dennoch als zufriedenstellend zu bewerten ist. Der Schlüssel zum Erfolg von REEVs liegt in ihrer Flexibilität: Sie bieten die Vorteile eines Elektroautos im Stadtverkehr und die Reichweite eines Verbrenners auf längeren Strecken.

Doch was passiert, wenn die Batterie leer ist? Hier schaltet der Verbrennungsmotor ein. Dieser kann entweder automatisch bei niedrigem Batteriestand aktiviert werden oder manuell durch den Fahrer über den EV+ Modus. Hier zeigt sich jedoch auch eine der Herausforderungen von REEVs: Das Fahrerlebnis leidet, wenn der Verbrenner zum Einsatz kommt. Er arbeitet hart, um die Batterie wieder aufzuladen, was sich durch Geräusche und Vibrationen bemerkbar macht. Die Balance zwischen Elektromobilität und Verbrennungsmotor erfordert ein gewisses Fingerspitzengefühl.

Ein komfortables fahrerlebnis

Ein komfortables fahrerlebnis

Der Leapmotor C10 REEV überzeugt jedoch mit seinem Fokus auf Komfort. Die weichen Federungen sorgen für eine angenehme Fahrt, auch auf längeren Strecken. Der Innenraum ist geräumig und bietet ausreichend Platz für Passagiere und Gepäck. Der Kofferraum fasst 400 Liter, was zwar nicht berauschend ist, aber durch einen zusätzlichen Stauraum unter der Fronthaube (ein sogenannter