Le mans: juncadella lässt die boxen jubeln – motorwechsel im turbo-modus!

Dani Juncadella hat bei seinen ersten 24 Stunden von Le Mans für eine Sensation gesorgt, die weit über eine gute Qualifying-Zeit hinausgeht. Der Spanier im Genesis GMR-001 sorgte nicht nur für den ersten großen Erfolg des Teams in Le Mans – den Sprung in die Hyperpole – sondern auch für einen unglaublichen Teamgeist, der in der Box auf Hochtouren lief.

Qualifying-thriller und ein nervenkitzel im zählerstand

Qualifying-thriller und ein nervenkitzel im zählerstand

Noch vor dem Start der legendären 24-Stunden-Rennen zeigte Juncadella, was in ihm steckt. Seine phänomenale Runde in der ersten Qualifying-Session ließ die Mechaniker und Teamkollegen aufspringen. Genesis feierte damit seinen ersten großen Erfolg in Le Mans: die Qualifikation für die Hyperpole. Doch es gab auch einen Moment der Anspannung: Ein Motorwechsel im Zeitdruck drohte, alles zu gefährden.

„Die Qualifying-Session war ein Wahnsinn, da ich noch nie in einem Hypercar eine Qualifikation gefahren bin“, so Juncadella nach dem Rennen. „Es war wichtig, unter die ersten 15 zu kommen, um zu zeigen, dass das Auto auf einer Runde konkurrenzfähig ist. Im ersten Run hatte ich eine fantastische Runde, aber dann einen kleinen Fehler.“ Ein zweiter Versuch stand zur Verfügung, und Juncadella nutzte ihn, um Genesis einen Platz in der Hyperpole zu sichern.

Doch der Triumph in der Qualifikation war dem Team fast durch einen unerwarteten Zwischenfall genommen worden. „In der FP3 hatten wir ein Problem mit einem Sensor, das wie eine falsche Alarmanlage wirkte. Wir tauschten ihn aus, aber am Ende der Session sprang die Alarmanlage erneut an. Aus Vorsicht entschieden wir uns, den Motor zu wechseln, obwohl wir sehr knapp vor der Hyperpole standen.“ Die Mechaniker schafften das Wunder und brachten den Wagen gerade noch rechtzeitig für die Qualifikation auf die Strecke – und Juncadella lieferte mit seiner zweiten Position die passende Belohnung.

Ein Ingenieur, der vor Freude die Radioverbindung öffnete, bestätigte die Aufregung: “Ich habe eine sehr, sehr gute Runde gefahren. Der Ingenieur war so aufgeregt, dass er die Radioverbindung öffnete und anfing zu schreien: ‘Vierter Platz, was für eine Runde! Verrückt!’ Ich kam in die erste Kurve und er schrie immer noch in das Radio, und ich habe die Ideallinie verfehlt. Die Runde hätte besser sein können, weil ich in der zweiten Runde hätte besser sein können, weil sich jeder verbessert hat. Ich hätte wahrscheinlich unter die Top 5 gefahren.”

Die Herausforderung des Motorwechsels und der anschließende Erfolg zeigen den unbändigen Teamgeist und die Professionalität des Genesis-Teams. Es ist ein Zeichen dafür, dass das Team trotz aller Widrigkeiten bereit ist, alles zu geben, um in Le Mans erfolgreich zu sein.

Obwohl Juncadella zugab, dass nicht alles perfekt abgestimmt war, deutet alles darauf hin, dass das Beste vom Genesis noch bevorsteht. Der Wind weht günstig für den japanischen Hersteller, und die Fans dürfen gespannt sein, was die 24 Stunden von Le Mans bringen werden.