Lazio wankt: romagnoli zittert, cataldi fällt gegen milan aus

Am Sonntagabend fehlt Danilo Cataldi im Olimpico. Der Mittelfeldregisseur zieht sich nach eingehenden Untersuchungen einen leichten Muskelbündelriss im Wadenbereich zu. Patric rückt nach – Sarri testete diese Lösung schon beim Sieg gegen Sassuolo. Die Nachricht trifft die Lazio in einem Moment, in dem die Champions-League-Plätze kaum noch Spielraum erlauben.

Romagnoli kann noch hoffen

Alessio Romagnoli humpelte am Montag vom Platz. Die Wadenkontusion war zurückgekehrt, nachdem er einen Schlag abbekommen hatte. Die Ärzte verordnen Kurzzeittherapie, ein Comeback gegen den Milan gilt als möglich, aber nicht garantiert. Die Entscheidung fällt am Freitag nach dem Abschlusstraining in Formello.

Maurizio Sarri plant deshalb eine Doppelsession an diesem Donnerstag. Er will wissen, ob seine Abwehr gegen Rafael Leao und Co. komplett ist oder ob er erneut auf Luiz Felipe und Patric bauen muss. Der Coach weiß: Verliert seine Mannschaft, rückt der AC Milan auf Platz vier vor. Dann wäre Lazio erstmals seit Wochen außerhalb der Champions-League-Ränge.

Basic bleibt außen vor

Basic bleibt außen vor

Toma Basic fehlt weiterhin. Die Sehnenreizung aus dem Januar hat sich nicht zurückgebildet. Der Kroate trainiert individuell, ein Einsatz in dieser Saison ist offen. Für Sarri ein Personalpoker mit offenen Karten – und ein Risiko, das er nur ungern eingeht.

Die Zahlen sprechen klar: Ohne Cataldi gewann Lazio in dieser Saison nur zwei von acht Pflichtspielen. Mit ihm sind es neun Siege in 13 Partien. Die Wadenblessur kostet also nicht nur einen Spieler, sondern die Balance des gesamten Mittelfelds. Sarri muss nun improvisieren – und das gegen den Tabellenvierten. Die Uhr tickt. Die Lücke zu den Plätzen für die Königsklasse beträgt nur zwei Punkte. Wer am Sonntabend verliert, darf sich auf ein heißes Finish einstellen.