Lauburu ke zertrümmert cerezo futsal mit 8:2 – tito flo cup wird zur emotionalen liebeserklärung

8:2 – ein Ergebnis, das im Futsal selten lügt. Doch die erste Auflage des Tito Flo Trophy in Durana (Sologanas) schrieb vor dem ersten Pfiff schon Geschichte. Der kürzlich verstorbene Matías Espósito stand im Mittelpunkt, die Zuschauer im Polideportivo hielten die Luft an. 60 Sekunden Stille. Dann donnerte der Applaus, als seine Familie die Ehrenplakette entgegennahm. Die Enkelin blickte gen Hallendach – ein Bild, das selbst hartgesottene Vereinsveteranen die Kehle zuschnürte.

Lauburu ke zeigt vor dem aufstiegsplayoff keine nerven

Der CMO Valves Lauburu Ke Ibarra, aktuell im Rennen um den Sprung in die Segunda División, ließ dem Cerezo Futsal Lleida keine Chance. Bereits zur Pause stand es 4:1, die Gäste wirkten wie eingefroren. „Wir wollten dem Mati heute ein Denkmal setzen“, flüsterte Kapitän Aitor Zubizarreta nach Abpfiff, die Stimme noch heiser vom Anfeuern. Drei Tore in fünf Minuten nach Wiederanpfiff – die Partie war gelaufen. Cerezo-Coach Raúl Burgos stemmte nur die Hände in die Luft, als hätte er das Schicksal akzeptiert.

Die Zahl 8 ist Programm: Acht Tore, acht Torschützen – kein Doppelpack, kein Ego-Trip. Ein Kollektiv, das seine Visitenkarte für die Aufstiegsrunde abliefert. „So läuft’s, wenn jeder für den anderen brennt“, sagte Zubizarreta und klopfte dabei auf das Wappen seines Trikots.

Ein pokal, eine familie, ein versprechen

Ein pokal, eine familie, ein versprechen

Die Trophäe selbst wirkt fast dezent. Edelstahl, kaum höher als ein Schuhkartons. Doch ihre Strahlkraft liegt im Detail: Auf der Rückseite prangt Espósitos Spitzname „Tito Flo“, gekontert von einem Gravur seines Lieblingsspruchs: „Pelota y corazón“. Seine Kinder drückten den Pokal an sich, als wäre er aus Zucker. „Wir kommen nächstes Jahr wieder. Und übernächstes auch“, versprach Sohn Iker. Die Organisation um Torneo-Chef Patxi López atmete auf – 1.200 Zuschauer, ein ausverkauftes Haus, keine Zwischenfälle.

Die Fangruppe „Herri Kirolak“ sorgte für Dauerbeschallung: Trommelwirbel nach jedem Tor, Gesänge, die bis in die umliegenden Wälder trugen. Dazwischen ein Kinderkorps, das bei jedem Lauburu-Treffer Luftschlangen durch die Halle schleuderte. Durana verwandelte sich in ein Dörfchen voller Narren, das den Sport als soziales Kittmittel feiert.

Die Bilanz: Ein Fußballtempel von der Größe einer Dreifeldsporthalle, ein erlesenes Publikum, das zwischen Träne und Torjubel nur Sekunden braucht, und ein Team, das sich mit jedem Schlag auf die Brust weiter schweißt. Die Tito Flo Trophy? Noch ein Baby. Aber eines mit Zähnen.