Krzikalla: von handball auf kreuzfahrt – und dann?
Lucas Krzikalla, Leipziger Handball-Urgestein, hängt seine Schuhe am Ende der Saison – unabhängig von der Ligazugehörigkeit des SC DHfK. Doch der Routinier verschwindet nicht gänzlich, sondern nimmt erst einmal eine ungewöhnliche Route. Statt des Trainingsplatzes lockt das Mittelmeer.
Ein animateur mit handball-expertise
Der Rechtsaußen, der sich vor drei Jahren öffentlich zum Coming-out bekannt hat, plant eine Auszeit auf einem Kreuzfahrtschiff der „Mein Schiff“-Flotte. „Wir schippern mit Mein Schiff durchs Mittelmeer“, verrät Krzikalla mit einem Augenzwinkern. Die Route führt von Kreta über Kefalonia, Athen, Mykonos, Bodrum zurück nach Kreta – eine willkommene Abwechslung nach sechs Jahren Fernbeziehung zu seinem Freund.
Doch es geht um mehr als nur Erholung. Krzikalla wird an Bord als eine Art Animateur tätig sein und sein Handball-Know-how weitergeben. Er plant Sportstunden und einen Vortrag über seine 16 Jahre im Profi-Handball, der auch Parallelen zum Arbeitsleben ziehen soll. „Die Reederei hat mich kontaktiert und gefragt, ob das für mich in Frage kommt – und das hat es natürlich.“

München ruft: wohnen mit dem freund, handball-zukunft ungewiss
Während die See seine nächste Station ist, steht fest, dass Krzikalla seinen Lebensmittelpunkt nach München verlegen wird. „Klar ist, dass ich zu meinem Freund ziehe. Nach sechs Jahren Fernbeziehung ist es natürlich schön, dass wir da den nächsten Schritt gehen und endlich zusammenwohnen können.“
Die Frage, die nun brennt: Wird er Teil der „Münchner Panther“, eines ambitionierten Handball-Projekts in der 4. Liga, sein? „Wir haben schon mal telefoniert“, gibt Krzikalla zu, „aber es ist noch nichts entschieden, noch nichts unterschrieben. Man wird sehen, wohin die Reise geht.“ Er betont, dass er sich auf jeden Fall fit halten wird.
Für seine Fans in Leipzig bleibt Krzikalla dennoch präsent. Sein Trikot mit der Nummer 8 findet seinen Platz in der Hall of Fame unter dem Hallendach – ein bleibendes Denkmal für seine Leistungen im Trikot des SC DHfK.
Und was die Zukunft bringt? Wer weiß, vielleicht findet sich in der Welt der Kreuzfahrtschiffe doch noch eine langfristige berufliche Perspektive für den ehemaligen Handball-Star. Die See scheint ihn zumindest für den Moment zu fesseln – und das ist mehr als nur ein ansehnlicher Übergang.
