Kroos' abrechnung mit dem fc bayern: "reicht nicht!"
Toni Kroos hat nach der deutlichen 0:2-Niederlage des FC Bayern gegen den FC Barcelona im Clásico kein gutes Haar gelassen an seinem ehemaligen Arbeitgeber. Der Weltmeister von 2014, der fünf Champions-League-Titel in München feierte, äußerte sich in seinem Podcast „Einfach mal Luppen“ äußerst kritisch und ließ wenig Gutes an der Leistung der Bayern und der aktuellen Situation im Verein übrig.

Die zweifel des champions league siegers
„Ich hatte irgendwie noch nie so wenig Hoffnung“, gestand Kroos offen. Die Enttäuschung über die Vorstellung des FC Bayern war ihm deutlich anzusehen. Er betonte, dass er zwar nicht behaupten wolle, die Mannschaft sei nicht motiviert gewesen, aber die gezeigte Leistung reiche schlichtweg nicht aus – und das auf mehreren Ebenen. Die Tatsache, dass der FC Barcelona vorzeitig die Meisterschaft feiern konnte, während die Bayern leer ausgingen, verstärkt die Sorgen des ehemaligen Spielers.
„Eine Saison ist schon sehr schwer durchzuwinken. Zwei sind nicht akzeptabel. Punkt. Das ist das Selbstverständnis von Real. Das wissen auch alle“, erklärte Kroos, der sich an die hohen Ansprüche des Rekordmeisters erinnerte. Er sieht die aktuelle Krise als Ergebnis einer „langen schlechten Stimmung, außerhalb und innerhalb des Klubs. Auf allen Ebenen.“
Der Clásico als Weckruf?
Kroos schien bereits vor dem Anpfiff von einer Niederlage überzeugt zu sein. „Ich glaube, sie hätten dieses Ergebnis vor dem Spiel unterschrieben“, so der frühere Bayern-Star. Die zweite Halbzeit mag ausgeglichener gewesen sein, doch entscheidend war, dass kein Tor fiel. Er gratulierte dem FC Barcelona zum Sieg und hob besonders die Spielzüge und Laufwege hervor, die bei den Katalanen offensichtlich gut einstudiert waren. „Die an dem Tor beteiligten Spieler, Dani Olmo und Ferran, wären vielleicht nicht in der Startelf, wenn alle anderen Spieler zur Verfügung stünden. Die Namen spielen in diesem Fall keine große Rolle.“
Besonders beeindruckt zeigte sich Kroos von der Philosophie des FC Barcelona. Während die Bayern mit ihrer vermeintlichen Star-Power zu kämpfen hatten, präsentierte sich Barcelona als ein eingespieltes Team, das mit taktischer Disziplin und cleveren Kombinationen zum Erfolg kam. Kroos betonte, dass Barcelona mit dem 2:0 bereits ausreichend Sicherheit hatte und das Spiel kontrollieren konnte. „Und so war es ein Spiel, wo glaube ich alle in der 60. Minute unterschrieben hätten: 'Komm, pfeif ab.'“
Die Worte des Weltmeisters sind ein deutliches Signal an den FC Bayern. Es bleibt abzuwarten, ob die Verantwortlichen in München die Kritik annehmen und die notwendigen Schritte unternehmen, um das Ruder herumzureißen und das hohe Leistungsniveau wiederherzustellen. Denn eines ist klar: Toni Kroos, der Mann mit den fünf Champions-League-Titeln, weiß, worauf es im Profifußball ankommt.
