Kramer schießt gegen wm-interview-format: „katastrophal!“,

Die Fußballwelt schüttelt den Kopf: Christoph Kramer, frischgebackener Weltmeister von 2014, hat in scharfer Kritik das neue Interview-Format bei der WM 2026 verurteilt. Seine Worte, fallen lassen im ZDF-Studio, sorgen für Gesprächsstoff und werfen Fragen nach dem Nutzen und der Angemessenheit solcher Halbzeitgespräche auf.

Der weltmeister kritisiert die unterbrechungen

Der weltmeister kritisiert die unterbrechungen

Die neue Regel, die Spieler während der Halbzeitpause direkt nach dem Pausenpfiff in den Spielertunnel zitiert, um kurze Interviews zu geben, stößt bei Kramer auf erhebliche Ablehnung. „Das geht nicht, finde ich. Das geht wirklich nicht!“, polterte er im ZDF, sichtlich irritiert von dem Versuch, den Spielern in einem höchst angespannten Moment noch zusätzliche Anforderungen aufzuerlegen. Er bemängelte, dass die Spieler dadurch wertvolle Zeit verloren hätten, die sie für die Halbzeitbesprechung und die Vorbereitung auf die zweite Hälfte des Spiels benötigen.

Kramer führte weiter aus, dass die Interviews keinerlei substanzielle Informationen lieferten. Marquinhos, der Kapitän Brasiliens, beschränkte sich in seinem Interview lediglich auf die Aussage, dass man „so weitermachen“ und „auf dem Ergebnis aufbauen“ solle – eine wenig überraschende Feststellung, angesichts des Spielstands von 1:1 gegen Marokko. „Was willst du da sagen?“, fragte Kramer rhetorisch, bevor er mit einem ironischen Lächeln hinzufügte: „Komm, wir machen jetzt weiter. Der Bessere gewinnt.“

Per Mertesacker, ebenfalls Weltmeister von 2014, drückte sich zwar diplomatischer und nannte die Situation lediglich „schwierig“, doch auch er schien die Notwendigkeit der Interviews in Frage zu stellen. Die Kernfrage ist: Dient dieses Format wirklich dem Zuschauererlebnis oder wird es zu einer unnötigen Unterbrechung des Spielgeschehens?

Die Tatsache, dass das Spiel zwischen Brasilien und Marokko schließlich mit einem Unentschieden endete, unterstreicht vielleicht noch einmal, dass die kurzen Interviews wenig bis gar keinen Einfluss auf den Spielverlauf hatten. Es bleibt abzuwarten, ob die Verantwortlichen der WM 2026 auf die Kritik reagieren und das Format überdenken werden. Eines ist jedoch klar: Christoph Kramer hat mit seiner deutlichen Meinung die Diskussion um die neuen Regeln neu entfacht und damit die Frage aufgeworfen, ob der Sport manchmal nicht doch etwas weniger Show und dafür mehr Substanz braucht.