Kovac zündet turbo-starter: bvb soll in köln vollgas geben
Kein Pokal, keine Meisterschaft – aber Niko Kovac will Borussia Dortmund trotz Leerlauf im Kopf auf 100 Prozent hochdrehen. „Wir lassen nicht zu, dass wir mit 99 Prozent durchkommen“, donnert der Trainer vor dem TV-Kracher beim 1. FC Köln.
Keine sommermärchen, nur zehn endspiele
Der Rückspiegel ist klein, der Blick nach vorn riesig. Nach Pokal-Aus und Bayern-Pleite droht der BVB in der Endphase der Bundesliga in die Belanglosigkeit zu rutschen. Kovac stemmt sich dagegen, als stünde wieder ein Titel auf dem Spiel. „Zehn Spiele, 30 Punkte – das ist unsere neue ChampionsLeague“, sagt er. Die Spieler hätten die Ansage verstanden. Training war kurz, hart, ohne Schnulli.
Köln ist Warnstufe Rot. Der FC startete fulminant, rutschte aber auf Platz 12 ab. Kovac schlägt den Respekt-Pegel hoch: „Im eigenen Stadion mit dieser Atmosphäre sind sie jederzeit zu Gutem in der Lage.“ Und er mag nichts von Wechselkreuz verrückter Ergebnisse in der Rückrunde hören. „Wir sind gewarnt.“

Can fällt aus – und bleibt vorbild
Emre Can wird fehlen, Kreuzbandriss, Saison vorbei. Kovac spricht leise, fast brüderlich: „Er wollte weitermachen, trotz Schmerz. Für manche ist das dumm, für mich charakterstark.“ Die Vertragsverlängerung sieht der Coach als Pflicht, nicht als Gnade. „Wir warten auf ihn. Stärker.“
Die Infirmary bleibt voll: Niklas Süle trainiert nur teilintegriert, Carney Chukwuemeka zwickt der Oberschenkel, Filippo Mane läuft Solo-Runden. Köln wird also mit demselben Kern gespielt, der am Wochenende gegen Bayern versagte. Nur die Einstellung soll neue Farbe kriegen.
Kovac’ Rezept ist simpel: „Wir gewinnen am Samstag, dann in Berlin, dann …“ Er zählt bis zehn. Wer nicht mitzieht, fliegt aus der Startelf. Die Meisterschaft ist weg, die Ehre nicht.
