Kovac jagt dortmund mit eiserner disziplin: kein millimeter spielraum bis zum schlusspfiff

Niko Kovac knallt die Faust aufs Podium – acht Punkte Vorsprung auf Rang drei hin oder her. „Wir haben noch acht Kämpfe, und jeder ist ein Finale“, donnert der BVB-Coach, bevor sein Team am Samstag (18.30 Uhr) gegen den Hamburger SV ran muss. Die Saison ist längst nicht gelaufen, selbst wenn die Tabelle gerade wie ein dickes Polster wirkt.

Kein testlabor, sondern vollgas bis zur ziellinie

Kovac spart mit Verschnaufpause. Wer jetzt rotiert, verliert, lautet seine Devise. Experimente? Fehlanzeige. „Wenn wir irgendetwas austüfteln wollen, machen wir das in der Vorbereigung zur neuen Saison“, sagt der 54-Jährige und meint damit auch die, die schon jetzt den Meisterpokal visualisieren. Doch der BVB-Coach kennt die Bundesliga: Ein Nachlässiger wird binnen zwei Spieltagen wieder auf Tuchfühlung nach hinten gezogen.

Die Zahlen sprechen für ihn. 22 Punkte seit der Winterpause – kein Klub sammelte mehr. Dennoch: Neun Zähler trennen Dortmund von Bayern. Die Devise lautet Konzentration statt Schützenfest. Kovac verlangt den gleichen Biss wie beim 2:0 gegen Augsburg, als seine Mannschaft die Zweikämpfe schon in der Gegner-Hälfte eröffnete.

300. Einsatz für brandt – abschied mit ausrufezeichen?

300. Einsatz für brandt – abschied mit ausrufezeichen?

Julian Brandt, der den Verein nach der Saison verlässt, steht vor seinem Jubiläumsspiel im schwarz-gelben Dress. Für Kovac ist das keine sentimentaler Nebenschauplatz, sondern ein zusätzlicher Motivationsschub. „Er wird uns helfen, den Soll einzutüten – und das nicht nur, weil es sein 300. Spiel ist“, betont der Trainer.

Sollte der BVB die Hanseaten ähnlich runterspielen wie zuletzt Augsburg, könnte der Vorsprung auf Hoffenheim und Stuttgart sogar auf zwei Spiele anwachsen. Doch Kovac trommelt weiter: „In der Bundesliga passiert alles, wenn du nur einmal nachlässt.“ Für ihn zählt nur das nächste Spiel, nicht die Tabelle von morgen.