Koopmeiners: letzte chance in turin?

Die Zeichen stehen nicht gut für Teun Koopmeiners bei Juventus Turin. Der niederländische Mittelfeldspieler, der vor einer Saison für eine stolze Summe von 60 Millionen Euro verpflichtet wurde, hat bisher nicht die Erwartungen erfüllt. Kann er sich im anstehenden Ligaspiel gegen Atalanta beweisen und seine Zukunft im Piemont sichern?

Ein teurer fehlkauf?

Koopmeiners kam im Sommer als Teil von Giuntolis Umstrukturierung an, mit dem Ziel, Thiago Motta bei der Umsetzung seines Spielsystems zu unterstützen. Ursprünglich sah man ihn als dynamischen Trequartista, doch seine Rolle wandelte sich im Laufe der Zeit hin zu einem defensiven Mittelfeldspieler. Trotz der hohen Ablösesumme konnte er seine Leistungen bisher nicht stabilisieren, was unter Tudor und Spalletti nicht besser wurde.

Die Konkurrenz ist enorm. Locatelli hat sich zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Teams entwickelt, während Thuram und McKennie ebenfalls um einen Platz kämpfen. Die Suspendierung von McKennie im letzten Spiel gegen Genoa eröffnet Koopmeiners nun eine seltene Chance, zu zeigen, was er kann.

Spallettis vertrauen – und koopmeiners

Spallettis vertrauen – und koopmeiners' kompromiss

Trainer Spalletti scheint dem Niederländer zumindest eine gewisse Chance zu geben. Koopmeiners signalisierte seine Bereitschaft, auch als Linksverteidiger (drittes links) auszuhelfen. Doch die Konkurrenz im Mittelfeld macht es ihm schwer. Die Tatsache, dass er im Januar bereits Angebote aus der Türkei, insbesondere vom Galatasaray, ablehnte, deutet darauf hin, dass er an Turin festhalten möchte. Ob dieser Wunsch erfüllt wird, hängt nun von seiner Leistung gegen Atalanta ab.

Für Juventus wäre es wirtschaftlich sinnvoll, Koopmeiners abzugeben, da der Verein bereits versucht, Gehälter von anderen Spielern auszulagern. Aber es wäre auch ein Eingeständnis eines teuren Fehlkaufes. Die Entscheidung liegt bei Spalletti und der Vereinsführung.

Die Partie gegen Atalanta wird daher nicht nur für Juventus, sondern vor allem für Koopmeiners von entscheidender Bedeutung sein. Es ist seine letzte Chance, den Verantwortlichen zu zeigen, dass er das Potenzial besitzt, bei Juventus erfolgreich zu sein. Die Uhr tickt.