Kontroverse um Transgender-Athletin Julie Tétart eskaliert im WNBA-Debatte

Die Debatte um die Teilnahme von transgender Athleten am Frauensport hat eine neue Wendung genommen, nachdem die Äußerungen von Sophie Cunningham die französische Basketballerin Julie Tétart in den Mittelpunkt gerückt sind. Nachdem Anhänger von Cunningham WNBA-Teams aufgefordert hatten, Tétart zu verpflichten, um Cunninghams Position zu untermauern, reagierte eine ehemalige ESPN-Moderatorin auf die Berichte über Tétarts Absicht, in der WNBA zu spielen.

Ehemalige ESPN-Moderatorin kritisiert Tétarts möglichen Wechsel in die WNBA

Ehemalige ESPN-Moderatorin kritisiert Tétarts möglichen Wechsel in die WNBA

Der Name der französischen Spielerin ist zu einem der meistdiskutierten Themen in der Debatte über transgender Athleten geworden. Die 34-jährige Center-Spielerin dominierte in der vergangenen Saison die französische Ligue 2, wo sie durchschnittlich 21 Punkte und 20 Rebounds pro Spiel erzielte und damit zahlreiche Auszeichnungen erhielt, darunter die Titel „Domestic Player of the Year“, „Defensive Player of the Year“ und „Player of the Year“. Einige Wähler entschieden sich jedoch gegen die Verleihung der MVP-Trophäe an sie, angeblich aufgrund der Kontroverse um transgender Athleten.

Die ehemalige ESPN-Moderatorin Sage Steele äußerte sich scharf zu Tétarts möglichen Wechsel in die WNBA und twitterte: „Sie kann sich den Zopf und die Brustimplantate für immer behalten, aber Julie wird nie eine Frau sein. Das Ganze ist buchstäblich dumm.“

Die Diskussion hat sich mittlerweile über den Basketball hinaus ausgedehnt. Patrick Bet-David, Minderheitsaktionär der New York Yankees, forderte die WNBA auf, eine Politik nach dem Vorbild der Women's Tennis Association (WTA) zu übernehmen, die kürzlich einmalige biologische Geschlechtertests für Athleten eingeführt hat. Ein solcher Regelungsansatz würde transgender Frauen faktisch von der Teilnahme an der Liga ausschließen.

Ob die WNBA dem Beispiel der WTA folgt, bleibt abzuwarten. Die Debatte um transgender Athleten und die damit einhergehende Spaltung in Sport und Politik dürfte jedoch angesichts von Tétarts Äußerungen über ihre WNBA-Karriere-Ambitionen nicht abflachen.