Kompany zwingt bayern-block gegen heidenheim: „wir schenken keinem punkt weg“
Vincent Kompany schaltet Runterspielen sofort ab. Während ganz München die Luft nach dem 4:5-Feuerwerk gegen Paris Saint-Germain anhält, mahnt der Bayern-Trainer vor dem Liga-Kracher gegen den 1. FC Heidenheim: „Wir müssen zuerst Samstag gewinnen, sonst wird Dienstag egal.“

Kompany schwärmt von frank-schmidt-time
Der Belgier weiß, wie schnell sich Bundesliga-Spannung in eine Katastrophe verwandelt. Deshalb lobt er ausgerechnet den Tabellenletzten. „Heidenheim steht zwei Jahre im Abstiegskampf und schlägt trotzdem zurück – das ist Mentalität, die wir erst einmal neutralisieren müssen“, sagt Kompany. Für ihn lautet die Devise: „Frank-Schmidt-Time stoppen.“
Die personelle Lage hellt sich auf. Nach seinem Muskelfaserriss könnte Tom Bischof wieder auflaufen. Bei Lennart Karl dagegen bleibt Vorsicht angesagt – das 18-jährige Talent dürfte erst gegen Paris eine Option sein. Kompany plant Rotation, aber keine Ruhigstellung. „Wir wollen niemandem etwas schenken“, wiederholt er und blickt auf das 4:3 in Mainz: „Dort haben die Jungs bewiesen, dass sie bereit sind, sich weh zu tun.“
Die Zahlen sprechen für ihn: Seit zwölf Pflichtspielen ist Bayern ungeschlagen, doch die Gefahr liegt im Kopf. Die Champions-League-Partie gegen PSG am Dienstag kreist schon über der Allianz Arena wie ein Nebel. Kompany versucht, diesen Nebel zu vertreiben – mit harter Arbeit statt großer Reden.
Heidenheim gewann zwei der letzten drei Spiele und glaubt selbst wieder an das Wunder. Genau diese Euphorie will Bayern mit einem Sieg im Keim ersticken. Sonst droht am Dienstag ein PSG, das mit noch mehr Selbstvertrauen in München landet. Kompany kennt die Rechnung: Erst Heidenheim erledigen, dann Paris erneut bezwingen.
Seine Spieler haben den Befehl verstanden. Wer heute schon an Dienstag denkt, bekommt morgen keinen Platz im Kader. In München herrscht Kompany-Time – und die kennt kein Pardon.
