Kniats arminia stürmt sich auf schalke: dzeko-stop und die pflicht, die letzte lücke zu nutzen

Knallharte Wochenlücke, fünf Spitzenteams, ein Freitagabend in Gelsenkirchen: Für Mitch Kniat und Arminia Bielefeld beginnt jetzt die Zählgemeinschaft. Nach dem 0:1 gegen Hannover, das stärker war als das Ergebnis, folgt der Auftritt beim Tabellenprimus FC Schalke 04. Die Devise lautet: giftig bleiben, kaltschnäuzig werden.

Kniat will hannover-reaktion auf schalke wiederholen

Die Arminia war gegen Hannover „giftig, bissig“, wie der Coach betont. Nur das Tor fehlte. Nun droht dasselbe Szenario, nur in schärferer Dosierung. Schalke presst früher, dreht schneller, besitzt mit Edin Dzeko eine Boxenmaschine, die auch zehn Jahre nach ihrem Zenit noch jede Lücke ausnutzt. Kniat kennt die Zahlen: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir dort viele Chancen bekommen.“ Also muss die erste reichen.

Die personelle Lage erschwert die Mission. Tim Handwerker und Monju Momuluh fehlen gelbgesperrt, auf der Gegenseite fällt Abwehrchef Nikola Katic aus. Ein kleines Plus, aber kein Freifahrtschein. „Wir werden keine wilden Sachen machen“, verspricht Kniat und meint damit auch, dass seine Innenverteidiger gegen Dzeko „eklig“ verteidigen müssen. Kein Fair-Play-Gestikulieren, sondern Zweikampf-Kultur bis zur Grundlinie.

Programm der glücks- oder diebstahlserie

Programm der glücks- oder diebstahlserie

Nach Schalke folgt mit Paderborn, Elversberg und Darmstadt eine Serie, die über die Zukunft entscheidet. Derzeit liegt Bielefeld zwei Punkte über dem Relegationsrang, vier über dem direkten Abstiegsplatz. Für Kniat ist die Tabelle nur ein Schnappschuss. „Mir ist egal, ob wir vier oder acht Punkte Vorsprung haben. Wir haben nichts erreicht.“ Die einzige Konstante: die eigene Leistung. Wer gegen Hannover auf Augenhöhe agierte, muss jetzt die Spielweise auf Schalke-Topniveau hochschrauben.

Die Partie wird live übertragen, die Kameras suchen nach Emotionen. Kniat will keine Tränen, sondern Punkte. Seine Spieler sollen das Tempo bestimmen, die hohe Schalker Kette durcheinanderbringen und aus der ersten Lücke Kapital schlagen. Die Chancen werden rar, die Zeit kurz, die Konsequenz entscheidet. In Gelsenkirchen steht nicht nur ein Spiel, sondern ein halbes Saisonziel auf dem Rasen.

Am Freitagabend zählt nur eine Frage: Wer trifft zuerst in die Maschen – Dzeko oder ein Bielefelder Fuß? Die Antwort könnte bis Mai nachhallen.