Klebers rücken zwingt lakers zur notlösung: g-league statt nba-titelrennen
Maxi Kleber schwitzt nicht mit LeBron, sondern mit dessen Sohn Bronny. Die Lakers schicken den 34-jährigen Würzburger wegen andauernder Rückenprobleme zu den South Bay Lakers in die G-League – ein Schritt, der selbst in der langen Verletzungschronik des deutschen Power Forwards ungewöhnlich spät kommt.
South bay statt madison square garden
Seit dem 8. März, dem Sieg gegen New York, stand Kleber nicht mehr auf dem Parkett. Neun der letzten zehn Spiele verpasste er – und jetzt droht auch das Playoff-Rennen. Während die Lakers bei Orlando, Detroit und Indiana antreten, trainiert Kleber mit dem Farmteam, um „schrittweise an Spielbelastung herangeführt zu werden“, wie der Club trocken mitteilte. Ob er tatsächlich für South Bay aufläuft, blieb offen; der Kader gilt als Reha-Bühne, nicht als Karriereziel.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 35 Einsätze, 2,2 Punkte, 1,9 Rebounds in 10,9 Minuten. Für einen Athleten, der 2011 in der Bundesliga noch als Stretch-Four mit 42 % Dreier gefeiert wurde, ist das ein Absturz auf Minimum-Statline. Und das im Vertragsjahr – im Sommer wird Kleber Unrestricted Free Agent, ohne Garantie, dass ein NBA-Team noch einmal zulegt.

Zeitlupe statt tempo-dreier
Die Lakers zählen auf seine 2,13 m Spannweite, doch die Wirbelsäule zieht den Stecker. In Dallas war Kleber noch Starter, in L.A. ist er Platzhalter. Derweil plant die Front Office bereits ohne ihn: Kein offizieller Rückkehrtermin, kein Stellenwert im Rotation-Plan. Wer in der G-League landet, muss sich selbst wieder empfehlen – selbst wenn der Name LeBron James im selben Gebäude auf der Tribüne sitzt.
Für Kleber bleibt nur die harte Tour: morgens Physio, mittags Individual-Workout, abends mit den Kids vom Farmteam Lauf- und Wurfübungen. Wenn er Mitte April nicht fit ist, verpasst er die Play-offs – und vielleicht die NBA insgesamt. Denn 34 Jahre, chronischer Rückenfall, 2,2 Punkte: das ist kein Marktwert, das ist ein Warnruf. Die Uhr tickt lauter als jeder Arena-Speaker.
