Klara bühl fällt wochenlang aus – bayern zittert vor cl-viertelfinale

Der Schock kam im Nationalteam-Training, die Konsequenzen treffen den FC Bayern München zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt: Klara Bühl hat sich am Sonntag eine Muskel-Sehnenverletzung in der Wadenmuskulatur zugezogen und wird dem Double-Gewinner aus München nach Klubangaben mehrere Wochen fehlen. Das ist keine kleine Delle im Spielplan. Das ist ein echter Riss im Gefüge.

Was die verletzung für bayern bedeutet

Die medizinische Abteilung des FC Bayern bestätigte den Befund nach eingehender Untersuchung. Die 25-Jährige hatte bereits den Auftakt der WM-Qualifikation gegen Slowenien verpasst – ein 5:0, das die DFB-Frauen ohne sie feierten. Jetzt folgt das nächste Spiel ohne sie: Am Samstag treffen die deutschen Fußballerinnen in Stavanger auf Norwegen, und Bühl wird von der Tribüne aus zuschauen müssen.

Für den Verein aber ist die Lage noch brisanter. Der 11. März steht als Datum im Kalender, an dem Bayern im Viertelfinale des DFB-Pokals auf den Hamburger SV trifft. Und dann, kaum zwei Wochen später, folgen die Doppelduelle gegen Manchester United in der ChampionsLeague25. März und 1. April. Ob Bühl bis dahin wieder auf dem Platz stehen kann, lässt der Verein bewusst offen.

Die frage, die sich bayern nicht laut stellen will

Die frage, die sich bayern nicht laut stellen will

Mehrere Wochen. Das klingt nach vier, kann aber auch sechs oder acht bedeuten. Wer die Arithmetik des Spielkalenders kennt, weiß: Ein Comeback rechtzeitig zum Hinspiel gegen Manchester United am 25. März wäre sportmedizinisch ein Wettlauf gegen die Uhr. Bühl ist nicht irgendeine Spielerin – sie ist eine der wenigen, die in entscheidenden Momenten den Unterschied machen.

Die Meisterschaft dürfte Bayern dennoch kaum entgleiten, der Vorsprung ist komfortabel genug. Aber in der Champions League, wo ein falscher Schritt das Ende bedeutet, wiegt jeder Ausfall schwerer. Stefan Fischer von TSV Pelkum Sportwelt sagt es so, wie es ist: Bayern geht in die heißeste Phase der Saison mit einem Loch im Kader, das sich nicht einfach stopfen lässt. Die nächsten Wochen werden zeigen, wie tief der Kader der Münchnerinnen wirklich ist.