Kimmichs balance: fußball, familie und die kita-keime!

Die Welt des Profifußballs und die des Familienlebens – eine Kombination, die für Nationalspieler Joshua Kimmich und viele seiner Kollegen eine ständige Gratwanderung bedeutet. Während die sportlichen Erfolge auf dem Platz im Fokus stehen, fordern die Bedürfnisse der Kinder zu Hause höchste Priorität. Ein Balanceakt, der nicht immer einfach ist, wie aktuelle Berichte zeigen.

Schlafentzug und schlechtes gewissen: die schattenseiten des erfolgs

Schlafentzug und schlechtes gewissen: die schattenseiten des erfolgs

Die Herausforderungen sind vielfältig. Finanzielle Sorgen spielen für Top-Athleten kaum eine Rolle, doch der Alltag mit Kindern bringt neue Probleme mit sich: Schlafmangel, die Organisation von Betreuung und das nagende Gefühl, nicht genug Zeit für die Familie zu haben. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, dass auch Stars wie Kimmich mit diesen Problemen kämpfen.

Der Vorfall nach dem Champions-League-Sieg gegen Real Madrid, als Kimmich sich sehnlichst nach Schlaf wünschte, weil ihn der Besuch in der Kita erwartete, ist dabei nur ein Beispiel. Es verdeutlicht, dass selbst erfahrene Profis mit den alltäglichen Herausforderungen der Elternschaft konfrontiert werden. Linus Gechter von Hertha BSC, der im rbb|24-Interview von den Schwierigkeiten berichtete, trotz Ohropax ausreichend Schlaf zu bekommen, bestätigte dieses Bild.

Doch es gibt auch positive Aspekte. Fabian Lustenberger, ehemaliger Hertha-Kapitän, betonte, dass die Vaterschaft ihn beflügeln und ihm Energie geben könne. Er räumte jedoch auch ein, dass er im Nachhinein merke, was er als aktiver Spieler verpasst habe – gemeinsame Wochenenden mit seiner Familie.

Cristiano Ronaldo, der mit fünf Kindern eine noch größere Familie führt, scheint einen anderen Ansatz zu verfolgen. Berichten zufolge verteilt er seinen Schlaf auf sechs Mal 90 Minuten über 24 Stunden, unterstützt von einem Schlafcoach. Ein extremes Beispiel, das aber die Bedeutung von ausreichend Schlaf für die Leistungsfähigkeit von Profisportlern unterstreicht.

Die Auswirkungen von Neugeborenen auf die Leistung von Fußballspielern wurden kürzlich in Köln deutlich, als Marius Bülter nach einem starken Saisonstart plötzlich auf der Bank Platz nehmen musste. Sein Trainer führte dies auf die Anpassung an die neue Lebenssituation als Papa zurück. Ein Argument, das Lustenberger jedoch ablehnte: „Fußballer sein sollte nicht zu hoch hängen.“

Die Situation von Spielerinnen ist dabei oft noch komplexer. Während Männer in der Regel nur zur Geburt freigestellt werden, haben Fußballerinnen Anspruch auf Mutterschaftsurlaub und Schutz vor Kündigungen. Trotzdem stehen sie vor besonderen Herausforderungen, insbesondere in Bezug auf die Vereinbarkeit von Karriere und Familie.

Die Bundesliga zählt derzeit drei Spielerinnen, die gleichzeitig Mütter sind. Sie sind nicht nur vor Kita-Keimen geschützt, sondern müssen auch mit den besonderen Belastungen einer Schwangerschaft und der Rückkehr zum Profisport umgehen.

Die Geschichte von Joshua Kimmich und seinen Kollegen zeigt, dass der Weg des Profifußballers mit Kindern nicht immer einfach ist. Doch mit der richtigen Balance und Unterstützung kann es gelingen, sportliche Erfolge und ein erfülltes Familienleben zu verbinden. Die Frage ist nicht, ob es möglich ist, sondern wie man es am besten macht – und wie man mit den unvorhersehbaren Herausforderungen der Kita-Keime umgeht.