Kimmich und olise entkommen dem uefa-keil, doch der schlag trifft sie trotzdem

Die UEFA schlägt nicht noch einmal zu – und trifft den FC Bayern dennoch mitten ins Konzept. Joshua Kimmich und Michael Olise müssen nach SID-Informationen keine zusätzliche Sperre fürchten, bleiben aber für das Achtelfinal-Rückspiel gegen Atalanta Bergamo gesperrt. Die Disziplinarkommission wird die Gelb-Affäre aus dem 6:1 in Italien nicht weiter verfolgen. Das klingt wie ein Freispruch, ist aber nur eine Verschonung.

Kein ermittlungsverfahren, aber ein loch im kader

Kein ermittlungsverfahren, aber ein loch im kader

Die Bayern dürfen aufatmen – kurz. Denn das Duo fehlt genau dann, wenn die K.o.-Phase ernst wird. Das Rückspiel am Mittwoch ist Pflicht, das Viertelfinale Planung. Dort wartet Real Madrid oder Manchester City, zwei Gegner, gegen die jeder Profi zählt. Kimmich und Olise sitzen stattdessen in der Kabine, während ihre Kollegen das Ticket lösen müssen.

Beide hatten in Bergamo ihre dritte Gelbe Karte kassiert – jeweils wegen Zeitspiel. Kimmich wies danach jede Absicht zurück, doch der Eindruck bleibt: Die Karten kamen gelegen, das Risiko war kalkuliert. Nun zahlen die Münchner die Rechnung. Vincent Kompany muss umbauen, die Achse verschiebt sich. Ein Luxusproblem? Nur auf den ersten Blick.

Die UEFA schweigt, die Bayern regieren. Die Kommission sah keinen Grund für ein Verfahren – weder wegen Meckerns noch wegen Spielverzögerung. Die Gelben bleiben Gelb, die Sperren stehen. Für Kimmich bedeutet das: Er verpasst die Chance, als Kapitän den Aufstieg zu perfektieren. Für Olise: Der Flügel bleibt still, wo er zuletzt zündete.

Die Niederlage in der Champions League ist selten laut, aber immer spürbar. Die Bayern reisen ohne ihre beiden Mittelfeld-Triebwerke nach München. Die Atalanta kommt mit nichts zu verlieren. Und die UEFA? Die hat schon länger den nächsten Fall auf dem Tisch.